Labrador auf Reisen und im Urlaub


Hundebesitzer wollen häufig ihren Liebling in den Urlaub mitnehmen. Damit die gemeinsame Ferienzeit ein voller Erfolg wird, sollte man allerdings einiges beachten.

Den Hund an die Hundebox gewöhnen

Für den sicheren Hundetransport im Auto ist eine Hundebox einfach unerlässlich.

Damit die Reise stressfrei klappt, ist es wichtig, den Labrador erstmal an seine “vier Wände” zu gewöhnen.

Diesbezüglich muss man darauf achten, dass der Hund seine Hundebox nicht ausschließlich mit negativen Erlebnissen, wie beispielsweise Arztbesuchen, assoziiert.

Mit Kind, Labrador und Auto in den Urlaub fahren!

Mit Kind, Labrador und Auto in den Urlaub fahren!

Weitere Tipps:

Labrador Alubox Hund

Der Labrador gehört während der Fahrt im Auto in eine stabile Hundebox / Alubox! Siehe hier

  • Geben Sie dem Labrador Zeit und überstürzen Sie nichts. Es kann eine Weile dauern, bis sich Ihr Hund an die Hundebox gewöhnt hat.
  • Versuchen Sie die Hundebox attraktiver zu machen, indem Sie diese beispielsweise mit einer kuscheligen, wohlriechenden Hundedecke auslegen.
  • Stellen Sie die Hundebox in ein Zimmer und platzieren Sie in unmittelbarer Nähe ein Leckerli. Der Labrador darf nun seine Belohnung suchen. Als Nächstes legen Sie das Leckerli direkt in die Hundebox und lassen den Hund fündig werden.
  • Ersetzen Sie nun das Leckerli durch ein Kauspielzeug und befestigen Sie dieses an der Box-Innenseite, und zwar so, dass Ihr Labrador sich hinlegen muss, um daran kauen zu können.
  • Während der Eingewöhnungszeit sollte die Tür der Hundebox jederzeit geöffnet bleiben.
  • Hundebox-AluNach einigen Tagen können Sie damit anfangen, Ihren Labrador auf Kommando in die Hundebox gehen zu lassen. Auch hier kann ein Leckerli helfen. Werfen sie dieses mit einem Kommando in die Box, und loben Sie den Hund, wenn er hineingeht und es frisst. Spornen Sie den Labrador an, die Box wieder zu verlassen, ohne ihn dafür mit Futter zu belohnen.
  • Wiederholen Sie diese Übung mehrfach. Wenn der Hund nicht in die Box geht, dann zwingen Sie ihn nicht und versuchen Sie die Übung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.
  • Sobald Ihr Labrador gelernt hat, auf Befehl in die Hundebox zu gehen und wieder herauszukommen, sollten Sie den nächsten Schritt wagen und die Box schließen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor: Lassen Sie Ihren Labrador wieder in die Box laufen und geben Sie ihm als Belohnung ein schönes Kauspielzeug. Schließen Sie dann für wenige Augenblicke die Hundebox Tür. Der Hund sollte gute bzw. positive Erfahrungen mit der geschlossenen Tür machen. Lassen Sie ihn immer wieder aus der Box heraus, ohne diese zu verschließen.
  • Herzlichen Glückwunsch! Ihr Labrador ist jetzt so weit und wird in seiner Box auch über eine längere Zeit bleiben. Die Hundebox ist Ihrem Labrador schon so vertraut, dass er darin problemlos eine Reise überstehen wird.

Der Labrador auf der Autoreise

Hundebesitzer und ihre Vierbeiner reisen am häufigsten mit dem Auto. Wie fährt aber der Labrador sicher mit? Der Hund sollte so verstaut sein, dass er im Auto weder sich noch die anderen Autoinsassen gefährdet.

Tragbare Hundebox

Hier ist der Hund während der Autofahrt sicher. Achten Sie beim Kauf der Hundebox auf ihre Größe. Der Labrador sollte ausreichend Platz haben, um dort stehen, sitzen und liegen zu können.

Die Transportbox aus Aluminium ist sehr stabil und bietet die höchste Sicherheit. Hundeboxen aus Plastik wie z.B. Flugboxen sind auch eine Alternative solange diese ausreichend gesichert sind.

Der Vorteil der Plastikboxen liegt im wesentlich günstigeren Preis.

Aus Sicherheitsgründen sollte die Box im Auto verankert werden.

Hundegurt

Hundegurt-von-TrixieDer Hundegurt ist als Alternative ist zwar nicht so bequem wie die Hundebox, dennoch bietet sie auch einen Schutz und die Sicherheit sowohl für den Hund als auch für alle Mitfahrenden.

Zu beachten ist, dass hierzulande für nicht gesicherte mitfahrende Hunde Bußgelder fällig werden.

Die Gurtpflicht gilt also für alle Mitfahrenden, ganz unabhängig von der Zahl ihrer Beine!

Hunderampe

Hunderampe-Easy-Loader-aus-KunststoffSie ist die ideale Hilfe für Hunde, ob groß oder klein, die nicht ins Auto springen können.

Eine Hunderampe ist bei älteren bzw. kranken Hunden einfach ein Muss. Bei größeren Hunderassen wie dem Labrador, die häufiger zu Gelenkkrankheiten neigen, hat die Hunderampe auch eine präventive Wirkung.

Die Gelenke des Tieres werden geschont, Folgeschäden vermieden.

Fliegen mit dem Labrador

Hunde ab fünf Kilogramm müssen getrennt vom Besitzer in einer Flug-Transportbox mitfliegen, die gewisse Kriterien erfüllen muss. Sie sollte wasserdicht, gut luftdurchlässig, stabil und natürlich groß genug sein, sodass der Hund dort bequem stehen und liegen kann.

Transportboxen-IhdraBei längeren Flügen müssen Sie an alle Bedürfnisse Ihres Labradors denken. Ihr Liebling muss fressen, genug trinken und sein Geschäft verrichten können, ohne seine Box zu verlassen. Die Futter- und Wasser-Näpfe sollten von außen befüllbar sein. Der Boden der Box muss mit saugfähigem Material ausgelegt sein.

Achten Sie bitte darauf, die Transportbox Ihres Hundes zu beschriften. Neben Name, Adresse und Telefon können Sie den Namen Ihres Labradors vermerken, damit das Personal bei Bedarf den Hund ansprechen und beruhigen kann.

Auch Impfpass und Gesundheitsnachweise sollten Sie an der Transportbox befestigen.

Mit einem Direktflug zum Urlaubsziel gehen Sie kein Risiko ein, dass der Hund während der Zwischenstopps falsch verladen wird bzw. verloren geht.

Was gehört ins Reisegepäck?

Hier eine Checkliste für den Urlaub mit Hund:

  • Impfnachweis und Tierausweis
  • Eine Kopie der Haftpflichtversicherung. Bitte die Versicherungsnummer aufschreiben!
  • Hundeleine
  • Maulkorb
  • Hundeschlafdecke
  • Ein altes Laken, um Zimmereinrichtungen besser zu schützen. Dies kann ggf. extra Kosten für die Endreinigung ersparen
  • Hundefutter: Für die ersten Tage nehmen Sie die eigene Versorgung mit. Hundefutter können Sie danach problemlos in beinahe allen europäischen Ländern kaufen
  • Wasser- und Futternapf sowie ein altes Handtuch zum darunter legen, damit der Teppich im Hotel bzw. Ferienhaus sauber bleibt
  • Für unterwegs ein paar leere Flaschen mit Wasser füllen. Auf der Fahrt bzw. der Reise sollten Sie Ihrem Labrador nichts zu fressen geben. Genügend trinken sollte er aber schon
  • Lieblingsspielzeug, Kauknochen, auch Leckerli als Belohnung
  • Plastiktüte und Schaufel, um die Hinterlassenschaften am Urlaubsort aufzuräumen. Selbst bei sehr hundefreundlichen Ferienhäusern sollten Sie den Hundekot Ihres Vierbeiners im Garten stets beseitigen
  • Hundebürste
  • Gegebenenfalls Medikamente, Zeckenschutz
  • Transportkorb / Transportbox
  • Handtücher für schmutzige Pfoten
  • Adressschilder
  • Dosenöffner

Hunde Pension

Mit Labrador in den Urlaub

Mit dem Labrador in den Urlaub: nicht immer ist das möglich. Dann ist eine Hundepension eine Alternative.

Es kann natürlich vorkommen, dass Sie sich für ein Urlaubsziel entscheiden, das nicht gerade hundefreundlich ist.

Wenn Sie, warum auch immer, eine Betreuung für Ihren Labrador benötigen, kann eine Hundepension genau die richtige Adresse sein.

Um Ihrem Liebling die Trennung zu erleichtern und Gefahren vorzubeugen, sollten Sie dennoch einiges beachten.

Die richtige Hundepension finden

Bevor Sie sich für eine Hundepension entscheiden, sollten Sie diese vorher besuchen und sich die Räumlichkeiten anschauen.

Würde Ihr Hund sich hier wohlfühlen?

Labrador in Urlaub

Der Labrador geht am liebsten dorthin mit wohin Sie gehen!

Muss es unbedingt ein geräumiger Zwinger sein oder sollte es eine Pension sein, die dem Hund viel Auslauf bietet.

Wenn der Labrador sehr anhänglich ist und eher ängstlich, ist es gut, vor dem Urlaub einige Male gemeinsam die ausgewählte Hundepension zu besuchen.

Der Hund kann sich so an die fremde Umgebung gewöhnen und wird die Trennung besser überstehen.

Labrador und Fahrrad fahren

Hundeleine Fahrrad Labrador

Auf dem Bild ist kein Labrador aber man sieht wie die Hundeleine am Fahrrad funktioniert.

Grundsätzlich sollen Hunde erst ab etwa 18 Monaten am Fahrrad laufen dürfen. Besser ist es, wenn der Hund mindestens zwei Jahre alt und sein Knochenbau genug ausgereift ist. Bei Welpen und Junghunden ist das Knochengerüst noch sehr weich, sodass hohe Anstrengungen sowie falsche Bewegungen zu Verformungen führen können.

Große und schwere Hunde wie der Labrador neigen schnell zu Gelenkproblemen und eignen sich daher eher weniger als Begleiter beim Radfahren.

Es ist besser, wenn diese Hunde ihren Auslauf auf weichem Untergrund bekommen. Sie können auf Wiesen und Feldern laufen und ihr Tempo dabei selbst bestimmen.

Wenn überhaupt sollte Ihr ausgewachsener und gesunder Labrador nur im Wald oder auf anderen weichen Böden am Fahrrad laufen.

Halten Sie eine ruhige, konstante Geschwindigkeit und verleiten Sie Ihren Hund nicht zum Sprint. Kontrollieren Sie vor und nach der Fahrt die Pfoten. Sollten sie rissig sein, schmieren Sie diese mit Melkfett ein, um Entzündungen vorzubeugen.

Die passende Fahrradleine für Ihren Labrador finden Sie hier.

Urlaub mit dem Labrador

Urlaub an Nordsee oder Ostsee mit Labrador

Ein Urlaub an der Nordsee oder Ostsee ist besonders gut für den Labrador geeignet.

Wer den Urlaub mit seinem Labrador plant, sollte sich vorab das Reiseziel genau überlegen.

In vielen Hotels ist das Mitbringen von Tieren nicht gestattet, und spezielle Hundehotels sind relativ selten zu finden. Für den Urlaub mit Hund sind private Ferienwohnungen und Ferienhäuser, die Hunde erlauben, eine sehr gute Wahl.

Meistens haben die Gästehäuser einen Garten, der bestenfalls eingezäunt ist.
In Deutschland gibt es viele hundefreundliche Regionen.

Neben Nordsee, Ostsee und Harz sind alle Gegenden mit weiten Flächen, Wäldern und Seen gut für den Urlaub mit Hund geeignet. Unsere ausländischen Nachbarn in Österreich, den Niederlanden und Dänemark bieten die besten hundefreundlichen Reiseziele Europas.

Labrador im Zug

Labrador im Zug

Fährt der Labrador im Zug mit, so ist einiges zu beachten.

Welpen müssen die Zugfahrt in einer Transportbox, nicht größer als eine Reisetasche, verbringen. Ihre Beförderung mit der Deutschen Bahn ist gratis.

Für größere Hunde gibt es hierzulande eine Leinen- und Maulkorbpflicht. Damit die Zugfahrt stressfrei verläuft, können Sie folgendes beachten:

  • Öfter umsteigen: Direktverbindungen sind für uns Menschen sehr bequem, für einen Hund dagegen können sie eine echte Zumutung bedeuten. Wenn Sie öfter umsteigen, geben Sie Ihrem Hund die Gelegenheit, etwas Auslauf zu bekommen und sein Geschäft zu verrichten.
  • Übung macht den Meister: Eine längere Zugfahrt kann für den Hund einen erheblichen Stressfaktor bedeuten. Sie können diese Stressbelastung gering halten, indem sie mit Ihrem Labrador öfter kürzere Zugstrecken zurücklegen. Dadurch wird sich Ihr Vierbeiner an die Bahnfahrten gewöhnen, sodass die längere Strecke zum Urlaubsziel bereits Routine ist.

Für größere Hunde, die mit der Bahn mitreisen, zahlt der Besitzer den halben Fahrpreis.

Eine Sitzplatzreservierung für Hunde ist nicht möglich. Wer ein Schlafwagenabteil als Einzelperson mit Hund bucht, muss bei manchen Zügen das ganze Abteil reservieren.
Welche Reiseerfahrungen haben Sie mit Ihrem Labrador gemacht? Können Sie uns geeignete Reiseziele nennen? Gibt es eine Pension die sehr hundefreundlich ist? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

6 thoughts on “Labrador auf Reisen und im Urlaub

  1. Mein Hund fährt sogar sehr gerne Zug, da kann ich mich nämlich viel besser mit ihm beschäftigen, als während einer Autofahrt. Wir fahren etwa zwei Mal wöchentlich, er weiß schon Bescheid, wo er liegen soll und tapst motiviert und aufmerksam voran in die freie Sitzgruppe, wartet auf eine Belohnung und schläft dann meist ein, bis wir wieder aussteigen. Das klappt auch auf längeren Fahrten im ICE sehr gut. Zu Beginn sind wir immer mal wieder Bus und S-Bahn für 1-2 Stationen gefahren. Wenn du deinen Hund behutsam daran gewöhnst, er die Geräusche kennenlernt und du aufpasst, dass ihm niemals jemand auf den Schwanz tritt, ist es absolut kein Problem.

  2. Hallo,
    wir möchten gern einen Labrador in unsere kleine Familie aufnehmen. Da wir sehr begeisterte Wanderer/Trekker sind, stellt sich uns nun die Frage ob die Labradore für diese Aktivität (spezielle Welpen/Jungtiere) geeignet sind? Da sie ja viel Auslauf brauchen ist das Wandern, denke ich, kein Problem. Nur beim trekken, also die Übernachtung im Zelt, habe ich da meine Bedenken. Wir sind meistens mitten im Wald und ich könnte dann glaube ich nicht ruhig schlafen wenn ich weiß das mein Hund beim Geruch von Wildtieren mal eben kurz auf die Jagd geht :). Können Sie mir darüber auch Erfahrungen mitteilen?
    Lieben Dank :).

  3. Hallo Bea Frank,
    ich habe auch einen Labrador und immer wieder Labradore oder Labbi Mischlinge zu Urlaubspflege. Meine Erfahrung ist immer die selbe gewesen. Ein Labbi ist kein Jagdhund, er ist ein Apportierhund. Er jagt nicht aktiv, sondern will Dinge eher bringen und tragen. Eine kleine Familie, vielleicht sogar noch mit Kind :-), ist für jeden Labrador ein Traum. Wandern/Trekking, Übernachten im Zelt plus Familie ist ein “6 er im Lotto” für jeden Labbi. Labbi´s kann man sehr gut und schnell erziehen, hier sehe ich überhaupt kein Problem. Allerdings sind Welpen für lange Wandertouren eher ungeeignet, da sie nicht so lange Strecken laufen sollen. Ansonsten gibt es für Euch keinen besseren Hund, Freund, Wanderer :-). Viele Glück !!!

  4. unser 9 Monate alter Labardorrüde ist sehr ängstlich. Alles was Räder hat: Kinderwagen, Rollator etc. macht ihm Angst. Leute in schwarzer Kleidung und auch Kinder veranlassen Ihn zur Flucht. Wir haben ihn im Alter von 6 Monaten bei einem Züchter gekauft.. Ich denke dass e u.U. schon mal bei einer Familie mit Kinder war und diese mit Ihm nicht zurechtkamen und ihn dann zurück gegeben haben. ER verträgt sich sehr gut mit anderen Hunden. Erste Versuche mit einem Rollator meiner Mutter brachten zumindest zuhause eine Verbesserung.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
    Bringt der Gang zum Tierpsycholologen was ?

  5. Hallo mein Name ist Emma, ich bin 5 Jahre Jung und komme aus Bayern.
    Zunächst danke für die hilfreichen Artikel und Informationen. Auf diesen Artikel bin ich gestoßen, weil ich mich noch mehr über Hundereisen informieren wollte. Mein Frauchen und Herrchen haben mich bis jetzt 2 mal mit zum Campen nach Dänemark und an den Chiemsee genommen. Als nächstes nehmen wir mal einen Urlaub in einem Ferienhaus in Angriff. Ich freu mich schon *schwanz-wedel*.

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