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Übergewicht beim Labrador


Labradore sind nicht gerade wählerisch, was ihre Ernährung angeht. Allein dieser Umstand macht es nicht leicht, eine Überversorgung zu vermeiden.

Tatsache ist, dass Labradore oft überfüttert werden und dass die Hauptursache dafür im Verhalten des Hundes liegt. Labradore betteln oft und gern nach Futter. Ihr Appetit scheint unstillbarer Natur zu sein. Übergewicht beim Labrador gilt als Hauptursache für spätere Erkrankungen wie Diabetes oder Hüftleiden und sollte daher unbedingt vermieden werden.

Die häufigsten Dickmacher

Labrador Ernährung - Menge - Diät
Welches ist die richtige Menge bei der Labrador Ernährung? Muss Dein Labrador auf Diät?
  • Bewegungsmangel: Wer dem unstillbaren Verlangen seines Labradors stets nachgibt, während die Bewegung des Vierbeiners auf der Strecke bleibt, darf sich über die Gewichtszunahme seines Hundes nicht wundern. Die Lösung: weniger Futter geben, dafür den Auslauf intensivieren. Eine Absprache mit dem Tierarzt kann sinnvoll sein.
  • Leckerlis: Jeder noch so kleine Happen außer der Reihe ist ein zusätzlicher Energielieferant. Mögliche Lösung: Zähle alle Leckerlis bzw. extra Happen zusammen. Bei mehr als fünf Stück pro Tag solltest Du entweder auf kalorienarme Belohnungen, wie etwa Äpfel, umsteigen oder die tägliche Futterration reduzieren.
  • Trockenfutter: Dieses liefert selbst mit kleinen Mengen sehr viel Energie, so dass bereits 10 Gramm mehr als die übliche Tagesration schon zu viel sein können. Tipp: Bei der empfohlenen Tagesdosis kannst Du Dich an der Untergrenze des Herstellers orientieren. Das Gewicht des Labradors kannst Du anschließend durch regelmäßiges Wiegen kontrollieren und die Menge gegebenenfalls anpassen. Du kannst auch Nassfutter anbieten oder eine Trockenfuttermahlzeit durch dieses ersetzen. Nassfutter enthält mehr Flüssigkeit und ist nicht so energiereich. Selbst größere Mengen können verdrückt werden, ohne dass es gleich der Figur schadet.
  • Betteln: Oft führt allein der bettelnde Hundeblick zum Erfolg. Tipp: Bleibe konsequent und gib dem Vierbeiner nichts vom Tisch.
  • Rasse: Labradore neigen dazu, beinahe alles, was sie finden und halbwegs essbar erscheint, auch zu fressen. Sie sind allein durch ihre Rasse bezüglich Übergewicht gefährdet. Tipp: Achte darauf, dass Dein Labrador sich nichts erschleicht. Lass also Deinen Einkauf, den frisch gebackenen Kuchen, den Komposthaufen oder Deinen abendlichen Snack nicht an für den Hund leicht zugänglichen Plätzen liegen, z.B. auf dem Couchtisch.
  • Kastration: Kastrierte Hunde neigen etwas verstärkt zu Übergewicht. Der Grund dafür liegt in der hormonellen Veränderung. Tipp: Wenn viel Bewegung und eine reduzierte Futtermenge nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann eine Umstellung auf Diätfutter sinnvoll sein.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel. Die Muskelmasse wird abgebaut, dafür werden die Fettreserven größer. Bei den meisten Hunden setzt dieser Prozess zwischen dem siebten und zehnten Lebensjahr ein. Als Maßnahme kannst Du eine Umstellung auf kalorienreduziertes Seniorenfutter vornehmen.
  • Krankheit: Wenn infolge einer Verletzung kein ausreichender Auslauf möglich ist, wird die übliche Futterration schnell zur Gewichtszunahme führen. Tipp: Nach Absprache mit dem Tierarzt kannst Du für den Zeitraum der Krankheit die Futtermenge reduzieren.
  • Schuldgefühle: Wenn die Zeit wieder mal knapp ist und der Hund traurig in der Ecke sitzt, neigen viele dazu, dem Hund trostspendende Extrahappen zu geben. Eine liebevolle Streicheleinheit spendet auch Trost, ohne das Normalgewicht des Labradors zu gefährden.

Übrigens:

Jeder Labradorbesitzer weiß es: Der Hund lässt sich durch Futter immer motivieren. Dies kannst Du Dir beim Training natürlich super zunutze machen.

Doch der schier unersättliche Hunger von Labradoren kommt nicht von ungefähr. Forscher haben herausgefunden, dass ein Gendefekt für die Fresslust verantwortlich ist. Ein Fehler im POMC-Gen beeinflusst dabei das natürliche Sättigungsgefühl. Die Folge: Der Labrador hat eigentlich immer Hunger. Botenstoffe, die nämlich dafür verantwortlich sind, das Hungergefühl nach der Mahlzeit einzustellen, werden nicht produziert.

Nicht alle Rassevertreter sind jedoch davon betroffen. Das veränderte Gen lässt sich aber bei rund 25 % aller Labradore finden. Und genau die haben meist auch zu viel auf den Rippen.


Futter Labrador
Welches Futter für den Labrador?

Wie erkenne ich einen gut ernährten Labrador?

Viele Hundebesitzer orientieren sich am Rassestandard, wenn sie herausfinden möchten, ob ihr Hund ein ideales Gewicht hat. Dies gestaltet sich beim Labradorretriever jedoch schwierig, denn im FCI Standard Nr. 122 sind keine Gewichtsangaben enthalten.

Hier jedoch eine grobe Übersicht:

  • Gewicht Rüden: ca. 29-36 kg
  • Gewicht Hündinnen: ca. 25-32 kg

Das Gewicht muss dabei natürlich immer in Relation zur Größe gesehen werden. Die ist bei beiden Geschlechtern in etwa gleich. So haben Rüden eine ideale Widerristhöhe von 56-57 cm und Hündinnen sind nur unwesentlich kleiner mit 54-56 cm. Abweichungen davon sind jedoch möglich.

Allgemein kann also behauptet werden, dass die Labradordamen immer etwas schlanker aussehen, als die Rüden.

Wiege Deinen Hund regelmäßig. So kannst Du schnell feststellen, ob sein Gewicht nach oben oder unten schwankt. Dazu kannst Du Dich gemeinsam mit Hund auf die Waage stellen und anschließend Dein eigenes Gewicht davon abziehen. Natürlich kannst Du den Labrador auch in der Tierarztpraxis wiegen. Dazu brauchst Du oftmals nicht mal einen Termin.

Du bist immer noch unsicher, ob Dein Hund zu viel oder vielleicht sogar zu wenig auf den Rippen hat? Dann lieber beim Tierarzt vorstellig werden und nachhaken.

Hier ein paar Tipps, wie Du herausfinden kannst, ob Dein Labrador gut ernährt wird:

  • Größe und Gewicht liegen im oben genannten Rahmen? Dann ist vermutlich alles okay. Allerdings kann eine eher kleine Hündin (z.B. kleiner als die Idealmaße von 54-56 cm), die an der oberen Gewichtsmarke kratzt durchaus schon zu dick sein.
  • Hat Dein Hund ein schönes Fell? Ist es griffig und wirkt gesund? Eine falsche Ernährung führt hingegen oft zu einem stumpen Haarkleid.
  • Ist der Labrador aktiv und lebenslustig? Oder liegt er viel rum und hat keine Lust?
  • Kannst Du die Rippen ertasten? Dies sollte ohne viel Druck möglich sein. Kannst Du sie allerdings ganz einfach fühlen oder sogar sehen, liegt evtl. Untergewicht vor.
  • Betrachte Deinen Hund von oben. Hat er eine Taille? Das ist gut. Sieht er hingegen aus wie eine Wurst ist er zu dick.
  • Die Bauchlinie sollte nach hinten hin etwas hochgezogen sein. Ein sehr gerade verlaufender Bauch oder sogar ein Hängebauch sprechen für zu viele Pfunde.
  • Oftmals sind Haut- und Fellprobleme ein Hinweis auf eine falsche Ernährung.
  • Wenn der Hund sehr viel Kot absetzt spricht dies entweder für minderwertiges Futter oder er bekommt einfach zu viel des Guten.

Was ist besser: Trocken- oder Nassfutter?

Nassfutter oder Trockenfutter für den Labrador? Was ist besser?
Nassfutter oder Trockenfutter für den Labrador? Was ist besser?

Bei der Ernährung des Labradors scheiden sich die Geister. Einige favorisieren klar das Nassfutter, andere sind Anhänger der Trockenfutterbrocken. Zudem ist die Auswahl in den Tierfachgeschäften einfach überwältigend. Wie soll man sich da nur entscheiden?

Viele Welpen fressen am liebsten, was sie schon beim Züchter bekommen haben. Du kannst dies eine Weile weiterfüttern und später auf Erwachsenenfutter (evtl. von der gleichen Marke) umsteigen. Ansonsten musst Du ausprobieren, was dem Labrador gut bekommt und was er gerne mag. Wofür  Du Dich letzten Endes entscheidest, hängt natürlich auch von Deinem Budget ab.

Wer möchte, kann beide Fütterungsarten miteinander kombinieren, um die Vorteile beider Varianten miteinander zu vereinen. Der Hund wird sich freuen, wenn er ein wenig Abwechslung im Napf hat. Es gibt jedoch noch die Alternative, den Vierbeiner zu Barfen.

Beide Fütterungsvarianten haben jedenfalls ihre Vor- und Nachteile. Hier sind die Wichtigsten zusammengefasst:

Vorteile Trockenfutter

  • Ist oft die preiswertere Futtervariante
  • Es ist lange haltbar und kann gut auf Vorrat gelagert werden
  • Geruchsarm
  • Trockenfutter enthält mehr Energie, als eine vergleichbare Menge Nassfutter
  • Der Hund braucht kleinere Portionen, um satt zu werden
  • Verstreute Reste um den Futterplatz können schnell aufgehoben werden
  • Harte Futterbrocken unterstützen die Zahnreinigung beim Hund (allerdings nur, wenn der Hund sie nicht im Ganzen runterschlingt)
  • Leicht portionierbar (geeignet für unterwegs/auf Reisen)
  • Als Belohnung fürs Training einsetzbar
  • Umweltfreundlich, da weniger Verpackungsmaterial verwendet wird, als bei Dosen, Schälchen oder Futterbeuteln

Nachteile Trockenfutter

Vorteile und Nachteile Trockenfutter
Vorteile und Nachteile Trockenfutter
  • Wenig Eigengeschmack, weshalb oft Geschmacksverstärker eingesetzt werden
  • Flüssigkeitsbedarf ist nach der Nahrungsaufnahme gesteigert. Bei trinkfaulen Hunden ist dies nachteilig.
  • Harte Brocken sind nicht für alle Hunde geeignet, z.B. Senioren
  • Enthält oft Konservierungsstoffe
  • Die Futterbrocken quillen im Magen auf. Der Hund bemerkt erst später sein Sättigungsgefühl, weshalb er unter Umständen mehr frisst als nötig. Beim gefräßigen Labrador also ein Minuspunkt.
  • Einige Sorten enthalten viel Getreide und weitere nährstoffarme Füllstoffe
  • Hund setzt u.U. viel Kot ab, durch nicht verwertbare Inhaltsstoffe
  • Ungenaue Kennzeichnung von verschiedenen Inhaltsstoffen möglich

Welches Trockenfutter ist für den Labrador zu empfehlen?

Trockenfutter für Labrador
Ein gutes Trockenfutter für Labrador: Wolfsblut

Wir werden immer wieder gefragt welches Trockenfutter zu empfehlen ist. Häufig haben die Hunde mit Durchfall, stumpfen Fell und Kratzen zu kämpfen.

Wichtig ist, dass das Futter Deinem Hund schmeckt und er alle nötigen Nährstoffe erhält. Sehr viele Futtersorten bieten eine ausreichende Versorgung und halten den Hund gesund. Alle sehr guten Futtersorten aufzuzählen ist daher fast unmöglich.

Als Beispiel können wir das Futter von Wolfsblut empfehlen. – Wie gesagt es ist nur ein gutes Futter unter vielen. Die Futtermenge muss dem Umsatz und dem Aktivitätslevel des Hundes angepasst werden.

Infos zu Wolfsblut auf Amazon.de

Warum empfehlen wir dieses Futter?

  • Hoher Fleischanteil
  • Der Hund ist häufig agiler und leistungsfähiger,
  • Er riecht häufig besser
  • Getreidefreies Futter
  • Glänzendes Fell
  • Es gibt neben dieser Sorte von Wolfsblut noch weitere Geschmacksrichtungen mit einem hohen Fleischanteil.
  • Fester Stuhl und optimale Verdauung
  • Gute Verträglichkeit – viele Labrador mit Allergien vertragen dieses Futter sehr gut.
  • Kein Kratzen und Lecken der Pfoten mehr

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Vorteile Nassfutter

  • Wie der Name schon sagt, enthält es viel Feuchtigkeit. Die ist gut für den Flüssigkeitshaushalt des Labradors.
  • Geschmacklich oft besser als Trockenfutter und darum von vielen Hunden bevorzugt
  • Ältere Hunde und Vierbeiner mit Zahn- und Zahnfleischproblemen können es problemlos fressen, da weich
  • Größere Portionen können durchaus verdrückt werden, ohne dass die Figur des Labradors Schaden nimmt, da weniger energiereich

Nachteile Nassfutter

  • Kann ebenfalls zu mehr Kotabsatz führen
  • Enthält manchmal Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker
  • Weniger umweltfreundlich, da viel Abfall entsteht
  • Kennzeichnung von Inhaltsstoffen lässt ebenfalls manchmal zu wünschen übrig

Welches Nassfutter ist für den Labrador zu empfehlen?

Nassfutter für Labrador
Gutes Nassfutter für Labrador: Animonda

Wie beim Trockenfutter gibt es auch beim Nassfutter 1001 Möglichkeiten am Markt.

Auch beim Nassfutter ist es wieder wichtig, dass das Futter Deinem Hund schmeckt und er alle nötigen Nährstoffe erhält.

Sehr viele Nassfutter bieten eine ausreichende Versorgung und halten Deinen Hund gesund. Alle sehr guten Futtersorten aufzuzählen ist daher auch hier fast unmöglich.

Als Beispiel können wir das Nassfutter von Animonda empfehlen. – ein gutes Futter unter vielen. Des weiteren ist das Nassfutter Rinti zu empfehlen:

Die Futtermenge muss dem Umsatz und dem Aktivitätslevel des Hundes angepasst werden.

Infos zu Animonda auf Amazon.de

Warum empfehlen wir dieses Nassfutter für den Labrador?

  • Hoher Fleischanteil
  • garantiert ohne Getreide
  • ohne künstlichen Farbstoffe
  • ohne Konservierungstoffe
  • große Abwechslung für den Hund durch die unterschiedlichen Dosen
  • Glänzendes Fell
  • Fester Stuhl und optimale Verdauung
  • Gute Verträglichkeit – viele Hunde mit Allergien vertragen dieses Futter sehr gut.
  • Kein Kratzen und Lecken der Pfoten mehr

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Und was ist mit BARF?

Viele Infos wie Du Deinen Labrador Retriever barfen kannst findest Du hier (klick).


Ich möchte meinen Labrador anders ernähren – Was tun?

Manchmal gibt es gute Gründe, den Hund auf eine andere Ernährungsweise oder ein anderes Futter umzustellen. Dazu gehören:

  • Allergien / Futterunverträglichkeit
  • Umstellung von Welpen- auf Erwachsenenfutter
  • Medizinisch notwendige Futterumstellung (z.B. Nierenprobleme)
  • Der Labrador soll Seniorenfutter bekommen
  • Dein Hund wurde kastriert und Du steigst auf Diätfutter oder ein Futtermittel speziell für Kastraten um
  • Du bevorzugst eine andere Fütterungsart oder eine andere Marke

Die meisten Welpenbesitzer stehen also erstmal vor der Aufgabe, das Labradorkind nun langsam an eine normale Erwaschsenenkost zu gewöhnen. Während zu Beginn noch das gewohnte Futter vom Züchter im Napf landete, muss nun also etwas anderes her, um den veränderten Nährstoffbedingungen gerecht zu werden.

Es ist dabei keine gute Idee, das gewohnte Futter einfach von heute auf morgen komplett auszutauschen. Gerade Welpen reagieren dabei oft sehr empfindlich und bekommen Bauchweh oder Durchfall. Um dies zu vermeiden, solltes Du bei jeder Fütterung einfach immer eine kleine Menge des alten Futters gegen das neue austauschen. Ein Plus: Der Welpe gewöhnt sich so auch etappenweise an den neuen Geschmack und eine Futterverweigerung wird unwahrscheinlich.

Du geht natürlich ebenso vor, wenn Du einen erwachsenen Labrador an ein neues Futtermittel gewöhnen möchtest.

Eine Umstellung von Trocken- auf Nassfutter ist meist sehr unproblematisch. Viele Hunde bevorzugen Feuchtfutter und fressen es sehr gerne. Außerdem ist es leicht verdaulich. Umgekehrt solltest Du allerdings auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei Deinem Labrador achten. Denn wenn ab sofort Trockenfutterbrocken in Napf landen, muss sich der Magen-Darm-Trakt erst auf die Mehrarbeit bei der Verdauung einstellen. Darum dauert eine Umstellung meist auch etwas länger. Wenn Dein Hund es mag, dann feuchte die Brocken ein wenig an.

Wenn Du in Erwägung ziehst, Deinen Labrador zu barfen, könntest Du zu Beginn eine Überraschung erleben. Denn wider Erwarten verweigern einige Hunde zunächst diese Ernährungsweise. Der Grund: Fertigprodukte sind oft voll von Geschmacksverstärkern, die für den Hund besonders ansprechend riechen und schmecken. Im Vergleich dazu erscheint ihm die Frischkost etwas fad.

Doch keine Sorge. Die meisten Hunde kommen sehr schnell auf den Geschmack und freuen sich bald auf diese besonders gesunde Ernährungsweise.


Darf es mal etwas anderes sein?

Genauso wie wir nicht jeden Tag das gleiche essen wollen, geht es dem Labrador auch. Ein bisschen Abwechslung im Napf freut den Hund und vermeidet Mangelerscheinungen oder eine Überversorgung mit Nährstoffen. Eine einseitige Ernährung gilt es demnach zu vermeiden. Sonst kann es durchaus zu Allergien, Fell- und Hautproblemen oder Organschäden etc. kommen.

Dabei wird eine falsche Ernährung oftmals nicht sofort ersichtlich, sondern es handelt sich oft um einen eher schleichenden Prozess. So kann es beispielsweise zu starkem Juckreiz oder Haarausfall kommen. Die Ernährung wird dabei oftmals (zunächst) nicht als Auslöser in Betracht gezogen, denn schließlich bekommt der Labrador das Futter schon seit Jahren.

Darum kombiniere ruhig die Vorzüge verschiedener Fütterungsarten. Viele Halter schwören auf das Teilbarfen ihrer Hunde oder wechseln zwischen Dosen und Trockenfutter. So landet zum Beispiel am Morgen Feuchfutter im Napf und abends die Trockenfutterbrocken.

Beispiele für ein wenig Abwechslung im Napf:

  • Fleischige ungekochte Knochen
  • Joghurt
  • Hüttenkäse
  • Reis
  • Rohe oder gekochte Eier
  • Muskelfleisch (roh oder gekocht)
  • Fisch (ohne Gräten)
  • Gekochte Kartoffeln
  • Möhren
  • Gurken
  • Apfel
  • Haferflocken
  • Ein bisschen Lachsöl im Futter

Labrador Ernährung für Welpen

Labrador Welpen Futtermenge
Manchmal ist es schwierig für Labrador Retriever Welpen die richtige Futtermenge herauszufinden. Orientiere Dich an den Angaben der Hersteller und des Züchters!

Labrador Welpen brauchen spezielles Futter. Gerade in den ersten Monaten benötigen sie eine ganz andere Ernährung als ein ausgewachsener Labrador.

Beim Kauf des Futters ist daher unbedingt darauf zu achten, dass der Vermerk „für erwachsene Hunde“ bzw. „adult“ nicht auf der Packung steht. Dieses Futter ist wirklich nur für bereits ausgewachsene Labradore bzw. Hunde geeignet.

Hundefutter enthält oft sehr viel Rohprotein wodurch die Welpen schneller wachsen. Schneller wachsen geht zu Lasten der Gelenke, d.h. es entsteht unter Umständen HD/ED. Wenn Erwachsenenfutter für Welpen gefüttert wird, dann bitte mit ganz wenig Rohprotein (20-23%).

Es ist nicht leicht, eine bestimmte Marke zu empfehlen. Es gibt Züchter, die auf teure und überteuerte Marken schwören und andere, die voll und ganz auf Futter vertrauen, das selbst im Supermarkt angeboten wird.

Wichtig ist, dass die Ernährung der Welpen aus den wichtigsten Nährstoffen zusammengesetzt ist. Dazu gehören: Eiweiß (nicht zu viel!), Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und auch Mineralstoffe.

Für das optimale Welpen Wachstum sollte das Verhältnis Calcium – Phosphor im Futter 1,5: 1 betragen. Bei Fragen wird Dein Labrador Züchter Dich stets gerne beraten.

Einige Züchter verzichten bereits sehr früh auf spezielles Welpenfutter. Dann werden die Welpen bereits relativ bald mit hochwertigem Futter für erwachsene Labradore gefüttert. Es gibt bei der Welpenfütterung verschiedene Meinungen. Wenn man vom Wolf ausgeht, dem Urhund sozusagen, so hat auch er kein Welpenfutter gesucht und seinen Jungen gebracht …

Während der Wachstumsphase die Futtermenge anpassen

Labrador Welpen Futter
In der Wachstumsphase des Labrador Welpen musst Du immer wieder das Futter umstellen!

Die Wachstumsphase eines Labradors dauert bis zu neun Monate. In diesem Zeitraum wirst Du Futtermenge und Futterzeiten mehrfach umstellen müssen.

Mit vier Monaten werden die Fresszeiten auf täglich vier umgestellt, mit fünf Monaten auf täglich drei usw. Gleichzeitig wird die Futtermenge erhöht, sodass der Welpe jederzeit die Nährstoffe erhält, die er zum Wachstum braucht.


Besondere Ernährungsansprüche von alten Hunden

Mit dem Alter werden die meisten Hunde etwas gemütlicher. Sie schlafen und dösen vermehrt, brauchen länger, um ihre Akkus wieder aufzuladen und sind nicht mehr so agil, wie in jungen Jahren.

Bleiben die Portionen bei den Mahlzeiten nun gleich, der Labrador ist aber nicht mehr so aktiv, erhält er mehr Kalorien, as er braucht. Die Folge: Mehr Pfunde auf den Rippen. Und diese wirken sich bekannterweise negativ auf die Gesundheit aus. Ein Seniorenfutter kann da eine gute Alternative sein.

Achte darum bei der Ernähung des alten Labradors auf Folgendes:

  • Vermeide unbedingt Übergewicht. Dies begünstigt Gelenkprobleme und auch Kreislauferkrankungen.
  • Alte Hunde brauchen weniger Phosphor im Fressen.
  • Auch Fett- und Kalorien dürfen durchaus reduziert werden. Immerhin arbeitet der Stoffwechsel langsamer als früher.
  • Ballaststoffreiches Futter kurbelt die Verdauung an.
  • Alte Hunde neigen manchmal zu Zahnproblemen und können Futter nicht mehr so gut kauen. Erleichtere ihm die Arbeit, indem Du Trockenfutter anfeuchtest oder auf eine Feuchtfuttervariante umsteigst.
  • Achte auf leicht verdauliche Kost.
  • Wer barft, sollte auf große Knochen in Zukunft besser verzichten. Zähne könnten brechen. Außerdem können Knochen zu Verstopfungen oder schlimmsten Fall Knochenkot führen. Im Alter darum besser auf einen anderen Kausnack ausweichen.

Braucht mein kastrierter Labrador eine andere Ernährung?

Kommt darauf an. Das Vorurteil von übergewichtigen kastrierten Hunden kommt tatsächlich nicht von ungefähr. Dies ist dem veränderten Hormonhaushalt nach der Operation geschuldet, der auch Auswirkungen auf den Appetit hat. So entwickeln viele einen regelrechten Heißhunger. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bewegungslust oft ein wenig abnimmt.

Wer nun das gewohnte Futter weiterhin in der gleichen Menge füttert, riskiert Übergewicht. Darum muss die Menge angepasst oder auf ein Light-Futter umgestellt werden. Es gibt im Handel auch speziell für kastrierte Hunde entwickeltes Fertigfutter, das weniger energiereich ist.

Wer barft, kann auf kalorienarme Lebensmittel und Fleischsorten setzen oder reduziert die gewohnte Menge.

Ganz wichtig für kastrierte Hunde ist aber Bewegung. Macht lange Spaziergänge und animiere Deinen Labrador zwischendurch mit Spielen, wie Apportieren oder versucht Euch an einer Hundesportart.

Wer seinen Vierbeiner ausreichend beschäftigt, beugt nicht nur Übergewicht vor, sondern sorgt für einen ausgeglichenen Hund mit guter Kondition und Fitness. Dies alles kommt der Gesundheit zu Gute.


Wieviel Futter darf es sein?

Wieviel ein Labrador zu futtern bekommen darf, hängt von Dingen ab wie Art des Futters, Gewicht bzw. Alter des Hundes, seinen Aktivitäten usw.

Für einen jungen Labrador mit etwa 25 Kilogramm können 300 Gramm Futter täglich, verteilt auf zwei Mahlzeiten, vollkommen ausreichend sein. Für einen Labrador um die 35 Kilogramm ist eine Menge von etwa 400 Gramm meistens angemessen. Es hängt jedoch sehr stark davon ab, was Du fütterst (Nass- oder Trockenfutter, BARF) und wie alt, aktiv und gesund der Vierbeiner ist.

Worauf bei der Ernährung achten?

Schokolade für Labrador
Schokolade ist für den Labrador absolut tabu! Gib Deinem Labrador niemals Schokolade!

Es gibt Lebensmittel, die für den Labrador unbedingt tabu sein müssen, da sie für ihn giftig sind. Dazu gehören beispielsweise Schokolade, Trauben, Walnüsse und Rosinen und noch viel mehr. Schweinefleisch gehört roh ebenfalls nicht auf den Speiseplan.

Nikotin und Medikamente sollten außerhalb der Reichweite eines Hundes aufbewahrt werden. Junge Hunde lieben es, ähnlich wie kleine Kinder, alles in den Mund zu nehmen und es am liebsten gleich aufzufressen.

Eine gute Vorbeugemaßnahme ist, dem Hund kleine Knochen und Kaustangen zu geben, an denen er lange herumkauen und sich beschäftigen (siehe: Labrador Beschäftigung) kann.

Mit Obst und Gemüse kannst Du etwas Abwechslung in die Ernährung des Labradors bringen. Am besten ist, wenn Du diese pürierst, da die Hunde sie so besser verdauen können.

Milchprodukte wie Quark, Käse, Milch usw. bekommen Hunde in der Regel nicht. Sie verursachen häufig Durchfall, Bauchweh oder Blähungen. Werden diese Produkte jedoch gut vertragen, so können sie gute Protein-Lieferanten sein.

Woran erkenne ich gutes Hundefutter?

Labrador Übergewicht
Übergewicht beim Labrador ist häufig auf eine kalorienreiche Ernährung zurückzuführen.

Hauptbestandteil eines guten Hundefutters sollte natürlich Fleisch sein und nicht Getreide. Was bei der Auflistung der Inhaltstoffe an erster Stelle steht, wird meistens auch der Stoff sein, der am meisten vertreten ist.
Bei tierischen Nebenerzeugnissen ist die Lebensmittelqualität in Ordnung. Bei pflanzlichen Nebenerzeugnissen handelt es sich um alle möglichen minderwertigen Abfälle auf pflanzlicher Basis.

Hundefutter, bei dem Getreide, Mais oder ähnliches an erster Stelle stehen, ist nicht gerade hochwertig. Hunde benötigen kein Getreide im Futter. Auch Zucker gehört nicht zu einer guten Hundeernährung.

Bei einem hochwertigen Futter ist die Auflistung der Inhaltsstoffe sehr genau. Welches Fleisch und wie viel ist vorhanden, welches pflanzliche Element usw. Angaben wie „Öle und Fette, Getreide, pflanzliche Nebenprodukte“ usw. sind viel zu allgemein gehalten und daher ungenau. Farb- und Aromastoffe sind im Hundefutter ebenfalls überflüssig.

Dass Du Deinen Labrador richtig ernährst, erkennst Du an seinem glänzenden Fell und an der schönen Haut ohne Schuppen oder Fellprobleme. Der Hund riecht angenehm. Sein Kot ist fest und nicht übermäßig viel. Das Gewicht ist seiner Größe angemessen, er ist fit, agil und ausdauernd.


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Darf mein Hund auch andere Dinge essen, außer Hundefutter?

Bei den meisten Vierbeinern landet täglich Trocken- oder Nassfutter im Hundenapf. Doch was ist eigentlich mit Herrchens und Frauchens Essen? Viele Hunde setzen zu den Mahlzeiten ihrer Besitzer den flehenden Dackelblick auf und verharren erwartungsvoll neben dem Küchentisch oder fangen sogar an zu betteln, wenn die Mahlzeiten aufgetischt werden. Darf man schwach werden und dem Vierbeiner etwas geben?

Jein!

Nicht alles, was uns Menschen schmeckt, ist auch für den Hund lecker oder bekömmlich. Im Gegenteil. Es gibt viele Lebensmittel, die dem Haustier kurz- oder langfristig schaden können. Einiges ist sogar giftig! Dies heißt nun aber nicht, dass leckeres Obst und Gemüse nicht seinen Weg in Waldis Magen finden dürfen. Hundehalter, die Barfen wissen schon lange um die Vorteile der Rohkostfütterung.

Wenn Du also weißt, welche Lebensmittel verfüttert werden dürfen und welche nicht, kannst Du ganz eigene Futterkreationen zu Hause zusammenstellen und Abwechslung in den Speiseplan Deines Lieblings bringen. Trotzdem solltest Du besser trotzdem nichts vom Tisch verfüttern (Gewürze nicht geeignet, zuviel Salz etc.), sondern dem Hund parallel ein eigenes Mahl zubereiten, das allein für ihn bestimmt ist und im Napf serviert wird. Denn Betteln bei Tisch ist immer noch ungewollt und sollte eigentlich gekonnt ignoriert werden.


Das darf der Hund nicht fressen – Was ist ungesund oder sogar giftig?

Einige Lebensmittel sind für den Hund nicht ganz ungefährlich. Sie können Verdauungsstörungen wie etwa Durchfall verursachen, Blähungen, Allergien, Organschäden und Diabetes begünstigen, Vergiftungen hervorrufen oder im schlimmsten Fall sogar tödlich sein.

Wie immer macht die Dosis das Gift. Kleine Mengen Knoblauch beispielsweise, wie sie gerne zur Bekämpfung von Zecken und Co verfüttert werden (Wirkung umstritten), sind bestimmt unbedenklich, allerdings können Knoblauchzehen giftig sein und sogar zu Blutarmut führen.

Folgende Lebensmittel sollten darum nicht oder nur mit Einschränkungen im Napf des Vierbeiners landen:

Kartoffel:
Enthält giftiges Solanin. Grüne Schale, Stellen und Triebe immer entfernen! Ansonsten gekocht unbedenklich.

Tomate:
Unreife, grüne Tomaten enthalten giftiges Solanin.

Aubergine:
Unreif enthält auch sie giftiges Solanin.

Grüne Paprika:
Enthält giftiges Solanin.

Zwiebel:
Stehen im Verdacht in größeren Mengen giftig zu sein und rote Blutkörperchen zu zerstören.

Knoblauch:
Ebenfalls giftig. Kann wie die Zwiebel Blutarmut verursachen.

Weintrauben und Rosinen:
Erbrechen und Durchfall sind möglich. Kleinere Mengen können bereits zu Kalziumüberschuss und schließlich Nierenversagen führen.

Kuhmilch:
Die darin enthaltene Laktose wird nicht von allen Hunden gut vertragen und kann Durchfall verursachen. Ansonsten enthält die Milch viele Nährstoffe und Mineralien.

Hülsenfrüchte:
Linsen, Bohnen usw. enthalten Phasin. Mindestens 30 Minuten kochen und nur gelegentlich verfüttern. Sie können Blähungen verursachen und den Darmtrakt schädigen.

Zucker und Süßigkeiten:
Schädigen die Zähne, machen dick und können Diabetes begünstigen.

Butter:

Kann zu Erbrechen und Durchfall führen.

Avocado:
Enthält giftiges Persin und kann das Herz schädigen, zu Atemnot führen und Husten verursachen.

Nüsse:
Z.B. Macadamianüsse oder Walnüsse. Das darin enthaltene Phosphor ist für Hunde unverträglich. Muskelkrämpfe, Fieber, Erbrechen oder Blasensteine können Folgen sein.

Schokolade:
Enthält Theobromin, welches im harmlosesten Fall nur für Durchfall oder Erbrechen sorgt. Im schlimmsten Fall sind Muskelkrämpfe oder Tod die Folge. Je höher der Kakaoanteil der Schokolade, umso mehr Theobromin ist enthalten!

Pilze:
Können zu neurologischen Schäden führen sowie zu Schäden an Leber oder Nieren.

Alkohol und Koffein:
Haben grundsätzlich nichts im Futternapf zu suchen.

Salz:
Bei herzkranken Hunden sehr bedenklich. Zu viel Salz führt zu Wassereinlagerungen und Nierenproblemen.

Leber:
Nur in Maßen verfüttern. Kann zur Überversorgung mit Vitamin A führen.

Schweinefleisch:
Kann das für Hunde tödliche Aujetzky-Virus enthalten. Diese Tierseuche wird auch Pseudowut genannt, ist meldepflichtig und nicht heilbar.

Knochen:
Zu viele Knochen auf dem Speiseplan können zu Verstopfung oder gar Darmverschluss führen.

Kohl:

Immer gekocht/gedünstet verfüttern und niemals roh. Kohlsorten können zu Bauchschmerzen und Blähungen führen.


Koprophagie – Wenn der Labrador Kot frisst

Koprophagie ist der Fachausdruck, wenn Hunde den eigenen, den Kot von Artgenossen oder artfremde Ausscheidungen fressen. Obwohl dieses Phänomen nicht selten vorkommt, ist es dennoch vom Besitzer nicht gewünscht und gesundheitlich auch nicht ganz unbedenklich. Denn über Schmierinfektionen können Keime, Parasiten und Krankheiten durchaus auf den Menschen und andere Tiere im Haushalt übertragen werden. Denn viele Labradore leben eng mit ihren Menschen zusammen, lecken Herrchen oder Frauchen das Gesicht oder Hände und schlafen manchmal neben ihnen auf dem Sofa oder gar Bett.

Warum macht mein Hund das?

Es gibt diverse Erklärungsansätze. Zum einen riechen die Hinterlassenschaften einfach interessant für den Hund und manchmal sogar recht ansprechend. Dies gilt besonders für den Kot von gebarften Vierbeinern oder ist dem Umstand geschuldet, dass in vielen Fertigfuttermitteln reichlich Geschmacksverstärker enthalten sind.

Doch nicht nur die Ernährung ist dafür verantwortlich. So vertilgt die Mutterhündin den Kot ihrer Welpen, um Feinde fern und die Welpenkiste sauber zu halten. Das Entfernen von fremden “Duftmarken” aus dem Revier kann zudem ein Verhalten zur Grenzsicherung sein. Der Rüde steckt damit sein Gebiet ab.

Welpen sind hingegen wie kleine Kinder. Sie nehmen alles zum Erkunden ins kleine Mäulchen. Damit erforschen sie ihre Umgebung, nehmen aber leider eben auch Kot auf. Es wird jedoch vermutet, dass der eigene Welpenkot sogar zum Aufbau der Darmflora hilfreich ist.

Neben diesen eher unbedenklichen Gründen für Koprophagie gibt es aber auch besorgniserregende Ursachen:

  • Ernährungsmängel und ein Defizit an bestimmten Nährstoffen
  • Sehr starker Hunger (Straßenhunde)
  • Schlechte Haltungsbedingungen. Es wird manchmal beobachtet, wie reine Zwingerhunde, die wenig Auslauf erhalten ihren eigenen Kot fressen. Entweder aus Frust, Langeweile oder weil sie ihren knapp bemessenen Lebensraum sauber halten wollen.
  • Verdauungsenzyme fehlen (z.B. Bauchspeicheldrüsenunterfunktion)

Das Verhalten kann leider auch antrainiert sein. Der Hund hat durch Zufall gelernt, dass er viel Aufmerksamkeit bekommt, wenn er sich über den Kot hermacht. Es ist zwar keine positive Zuwendung, aber der Mensch schenkt dem Hund mit seinem Ärger zumindest trotzdem etwas Beachtung.

Wie unterbinde ich das Kotfressen?

  • Sammel auf Spaziergängen Kothaufen sofort ein.
  • Zuhause auch das Töpfchen des Kindes sofort leeren und auch Windeln sicher entsorgen.
  • Bringe Deinen Labrador zum Tierarzt, um krankheitsbedingtes Kotfressen wegen Mangelerscheinungen oder Krankheiten auszuschließen.
  • Lege dem Hund auf Gassirunden vorübergehend einen Maulkorb an. Es wäre zwar sinnvoller, das Kotfressen zu ignorieren (= der Hund bekommt für das Fehlverhalten eben keine Aufmerksamkeit), aber aus gesundheitlicher Sicht ist dies nicht machbar.
  • Trainiere das Kommando “Aus” bis zum Abwinken.
  • Gestalte Spaziergänge ansprechend und spannend. Gib Deinem Hund kleine Aufgaben und lauft nicht einfach nur Eure gewohnte Runde. So hat Dein Labbi Deine Aufmerksamkeit und das Kotfressen gerät in den Hintergrund.

Wieso frisst mein Hund Gras?

Anders als bei Koprophagie ist das Knabbern am Gras meist weitaus weniger bedenklich. Viele Hunde tun es und haben nie ernsthafte Probleme. Sie fressen Gras im Garten oder am Wegesrand. Einige fressen das Grün einfach ganz gern, anderen vertreibt es die Langeweile.

Dennoch solltest Du Deinen Vierbeiner hier gut im Auge behalten. Es gibt nämlich auch andere Ursachen für den Knabberspaß. Während einige nicht besorgniserregend sind, gibt es auch krankheitsbedingte Auslöser.

  • Ballaststoffe im Gras kurbeln die Verdauung an.
  • Ein übersäuerter Magen ist unangenehm. Der Labrador frisst Gras um Brechreiz auszulösen. Gelingt ihm dies, erbricht er meist gelbliche Flüssigkeit.
  • Auch um ein Stück Knochen oder einen anderen unverdaulichen Gegenstand loszuwerden, wird der Würgereiz mit Hilfe von Grashalmen ausgelöst.
  • Angeblich fressen Hunde mit sehr starkem Wurmbefall ebenfalls Gras.

Geht es Deinem Labrador nach dem einmaligen Erbrechen wieder gut, dann ist meist alles in Ordnung. Ist sein Magen morgens leer und übersäuert, könnte es helfen, seine letzte Mahlzeit am Abend etwas nach hinten zu verschieben.

Übergibt sich Dein Vierbeiner auffällig oft oder würgt häufig ohne sich zu übergeben, dann ist ein Gang zum Tierarzt ratsam.


Ein Muss: Frisches Trinkwasser

Während der Fressnapf nach jeder Mahlzeit gesäubert wird, wird die Trinkschüssel leider oftmals vernachlässigt. Ist zu wenig Wasser vorhanden, kippen viele Besitzer einfach neues nach und reinigen den Napf nur gelegentlich.

Besser wäre allerdings, den Trinknapf täglich mit heißem Wasser zu waschen und den Inhalt ab und zu mal auszutauschen. Den frischen Trinkwasser ist wichtig und trägt zur Gesundheit Deines Hunde bei. Und schließlich möchtest Du ja sicherlich auch ungern abgestandenes Wasser trinken, oder?

Natürlich muss der Zugang zum Wasser rund um die Uhr gegeben sein. Besonders im Sommer ist dies wichtig und auf Spaziergängen. Hier solltest Du bei längeren Touren und Gassigängen immer eine Flasche Wasser für den Labrador mitnehmen plus einen kleinen Napf. Die gibt es auch als praktische faltbare Version.

Da der Labrador ein eher großer Hund ist, bevorzugen viele Rassevertreter zudem einen höheren Trink- und Fressplatz. Hier haben sich Futterstationen sehr bewährt, die obendrein noch rückenschonend für Deinen Liebling sind.

Trinkfaule Hunde können manchmal durch einen Trinkbrunnen zum Saufen animiert werden.


Soll mein Labrador einen Fastentag pro Woche einlegen?

Nein. Dies ist nicht nötig. Dennoch gibt es immer noch Halter und Züchter, die ihren Tieren einen futterlosen Tag pro Woche verordnen. Angeblich wirkt dies entschlackend und reinigt den Darmtrakt. Doch dies ist nach Erkenntnissen in einem Zeitraum von nur 24 Stunden gar nicht möglich.

Manchmal wird der Fastentag auch mit der Begründung eingelegt, dass der Wolf schließlich auch nicht jeden Tag Beute erlegt und hungern muss. Doch das sucht er sich natürlich nicht selbst aus. Wer streift schon gern mit knurrendem Magen durch die Wälder, wenn er nicht muss? Er hat einfach Pech, wenn er nichts fangen konnte.

Du als Besitzer hast es aber in der Hand, Deinen Hund täglich mit leckerem Futter zu versorgen. Und da es für Labradore sowieso das Größte ist zu futtern, solltest Du ihm diesen Spaß auch nicht verderben.


Kann ich meinen Labrador rein vegetarisch ernähren?

Im Gegensatz  zu Katzen ist es durchaus möglich, den eigenen Hund vegetarisch zu ernähren. Dies wird häufig von Besitzern bevorzugt, die sich selbst ebenfalls vegetarisch oder sogar vegan ernähren. Ist der Hund diese Kost von Welpenbeinen an gewöhnt, ist es oft ganz unproblematisch.

Allerdings sollte bedacht werden, dass es wenig artgerecht ist, den Vierbeiner rein mit pflanzlicher Kost zu ernähren. Der gesamte Verdauungsaparat des Hundes ist perfekt auf eine Ernährung mit Fleisch ausgelegt. Darüber hinaus würde der Labrador dem Hühnchen wohl den Vorzug geben, wenn er die Wahl hätte.

Im Handel findest Du vegetarsiches Fertigfutter, welche auf die Bedürfnisse von Hunden zugeschnitten sind. Du solltest diese Ernährungsweise vielleicht auch beim nächsten Tierarztbesuch ansprechen, damit Fehler vermieden werden. Zudem könnte der Arzt Dir Nahrungsergänzungsmittel für Deinen Labrador empfehlen.

Möchtest Du Deinen Hund nicht mit fleischlicher Kost versorgen, weil es Dir um Massentierhaltung geht und Du bei Fertigfutter nicht weißt, woher die Inhaltsstoffe stammen, dann wäre tatsächlich BARF eine Alternative. Dies klingt zunächst etwas verrückt, aber wer Schlachtfleisch direkt vom Bauern bezieht oder von einem guten Metzger, der weiß, woher die Bestandteile stammen und kann sich ein Bild von den Haltungsbedingungen etc. machen. Besonders bei hauseigener Schlachtung direkt beim Bauern werden lange Fahrten zum Schlachthaus vermieden, was weitaus weniger stressig für die Tiere ist.


Noch ein paar Tipps zum Füttern

  1. Du musst Fütterungszeiten nicht auf die Minute genau einhalten. Im Gegenteil. Es ist durchaus okay, wenn der Labrador statt um 19 Uhr sein Futter mal erst um 20 Uhr bekommt. Wenn Du nämlich stets zu festen Uhrzeiten fütterst, stellt sich der Verdauungsapparat genau darauf ein. Bleibt die Mahlzeit dann mal aus oder erfolgt später, reagieren viele Hunde mit einer Überproduktion an Magensäure, was zu Erbrechen und Unwohlsein führen kann. Fütterst Du hingegen immer etwas zeitversetzt, wird die Magensäure stets nach Bedarf produziert.
  2. Schlingt Dein Labrador als hätte er eine Woche lang kein Futter gesehen? Um die Mahlzeiten zu entschleunigen gibt es spezielle Hundenäpfe (Anti-Schling-Napf) mit Rillen und unebenen Vertiefungen. Der Labbi muss sich schon ein wenig anstrengen, um sein Futter daraus zu fressen. Dadurch werden die Mahlzeiten in die Länge gezogen und Verdauungsproblemen wird vorgebeugt.
  3. Der Hund sollte beim Fressen seine Ruhe haben. Leben Kinder im Haushalt, sollte ihnen von Anfang an beigebracht werden, den Labrador nicht zu stören und nicht in seinen Napf zu greifen.
  4. Viele große Hunderassen bevorzugen einen erhöhten Fress- und Tinkplatz. Hier sind Futterstationen eine tolle Erfindung. Sie sind zudem sehr rückenschonend.

Welches Futter gibst Du Deinem Labrador? Welche guten Erfahrungen hast Du gemacht? Welche schlechten Erfahrungen hast Du mit der Labrador Ernährung? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Markus

    Hallo,

    Auf eurem Bild zum Obst sind Weintrauben zu sehen. Man könnte den Einfruck bekommen, dass die gut für den Hund sind. Das solltet ihr vielleicht ändern. Ansonsten sehr guter Artikel.
    LG, Markus

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Markus!

      Vielen Dank für den Hinweis. In unserem Text weisen wir mehrfach darauf hin, dass Weintrauben tabu sind. Wenn jemand aber nicht genau liest, kann das Bild tatsächlich einen falschen Eindruck hinterlassen. Wir werden das Bild bald austauschen.

      Lieben Dank und schönen Wochenstart,
      Vanessa

  2. Thomas Haermeyer

    Unser Labradoodle ( 6 mon. ) frisst zur Zeit viel Eicheln, hartes u.hohes Gras und essbare Vogelbeeren.
    Ist das normal oder muss man sich Sorgen machen?

    Gruß Thomas

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