Labrador Parasiten


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Labrador Flöhe, Zecken, Würmer – Labrador Parasiten


Labradore können (wie alle Hunde) von einer Reihe von Parasiten befallen werden. Abgesehen davon, dass die Parasiten selbst dem Hund schaden, können sie Krankheiten auf den Menschen übertragen.

Häufige Übertragungsorte von Zecken sind Wälder und Wiesen – genau der Ort, wo sich der Labrador sehr gerne aufhält.

Unbehandelte Parasiten können sogar die Lebenserwartung des Labrador verringern!

Es gibt viele Möglichkeiten Parasiten selber ohne Tierarzt zu behandeln. Einige Parasiten wie z.B. die Giardien sind jedoch nur schwer zu erkennen. Dann ist die Hilfe vom Tierarzt wichtig.

Die häufigsten Parasiten werden hier kurz vorgestellt. Es handelt sich um

  • Flöhe,
  • Zecken,
  • Milben,
  • Würmer
  • und Giardien.

Wie beugt man Parasiten vor?

Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, Parasiten “vorbeugen” zu wollen. Natürlich soll man den Labrador so gesund wie möglich halten, durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und bestmögliche Haltungsbedingungen.

Dazu gehört auch eine gewisse Hygiene: Fellpflege, ein sauberer Schlafplatz für den Hund, regelmäßig gereinigte Futternäpfe und so weiter.

Aber Vorsicht bei Produkten, die im Handel zur Prophylaxe gegen Parasiten angeboten werden (Halsbänder, Shampoos etc., die angeblich gegen Flöhe, Zecken oder Milben helfen). Diese Mittel sind oft wenig wirksam oder sogar gesundheitsschädlich für den Hund.

Was sind Flöhe?

Floh - Flöhe - Labrador

Ein Floh in der Großaufnahme

Flöhe zählen zu den Insekten. Sie besitzen keine Flügel, sondern bewegen sich durch meterweite Sprünge mit ihren kräftigen Hinterbeinen fort. Man erkennt die rotbraunen Tierchen mit bloßem Auge.

Häufig bemerkt man aber den Flohkot zuerst. Der krümelige, schwarze Kot lässt sich aus dem Hundefell heraus kämmen (mit Hilfe eines Flohkamms oder Ähnlichem).

Verwischt man den Kot mit einem feuchten Tuch, so hinterlässt er rötliche Spuren. Das liegt daran, dass Flöhe sich von dem Blut ihrer Wirte ernähren und der Flohkot Blut enthält.

Flohbisse jucken schmerzhaft und können sich entzünden. Die befallenen Hunde kratzen sich viel. Bei starkem Befall lecken und beißen sie sich so lange, bis kahle und verletzte Stellen entstehen.

Hundeflöhe bevorzugen Hunde als Wirt, aber gelegentlich springen sie auch auf den Menschen über. Außerdem können Flöhe Bandwürmer auf Hunde und Menschen übertragen.

Es ist also im Interesse von Hund und Besitzer, Flöhe so schnell wie möglich loszuwerden.

Woher bekommt ein Labrador Flöhe?

Labradore können sich Flöhe beim Spielen mit anderen Hunden holen. Häufig stecken sie sich auch bei einem Wildtier an.

Das kann bei einem Waldspaziergang passieren. Vielleicht ist aber ein Igel im eigenen Garten Schuld?

Mein Labrador hat Flöhe – Was tun gegen Flöhe?

Der erste Schritt gegen Flöhe ist die Behandlung der Umgebung. Flöhe halten sich gern in Teppichen, Polstern und Decken versteckt und legen dort auch ihre Eier ab.

Solange der Flohbefall andauert, ist regelmäßiges Staubsaugen und gesteigerte Hygiene ein Muss.

Der Liegeplatz des Hundes kann mit einem Desinfektionsspray behandelt werden. Alles Waschbare gehört bei mindestens 60 °C in die Waschmaschine. Alternativ können Textilien und andere Gegenstände vorübergehend eingefroren werden. Beide Methoden töten die Floheier ab.

Solange es nur einzelne Exemplare auf dem Labrador sind, lassen sich die Flöhe vielleicht per Hand vernichten: Kämmen Sie das Fell mit einem Flohkamm aus und fangen Sie die Flöhe zwischen zwei Fingern. Zerreiben Sie den Floh oder halten Sie ihn unter Wasser, um ihn zu töten. (Bei dem Versuch, ihn mit den Fingernägeln zu zerdrücken, entkommt er meistens.)

Flohhalsband, Flohpuder und Flohshampoo sind je nach Produkt und Hersteller unterschiedlich wirksam und unterschiedlich empfehlenswert.

Grundsätzlich sollten die freiverkäuflichen Mittel aus dem Zooladen mit etwas Skepsis betrachtet werden.

Bei starkem Flohbefall gehört der Labrador zum Tierarzt. Dieser wird vermutlich ein Spot-On mitgeben. Dabei handelt es sich um die effektivste Methode zur Flohbekämpfung, allerdings ist sie nicht ganz ungefährlich.

Das Mittel ist ein Nervengift, das die Flöhe zuverlässig innerhalb eines Tages tötet. Dabei darf der Hund auf keinen Fall selbst das Gift auflecken. Deshalb wird das Spot-On tropfenweise auf das Genick gegeben, wo der Hund nicht hingelangen kann.

Was sind Zecken?

Zecken auf dem Labrador

Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Durchsuchen Sie Ihren Labrador nach einem Spaziergang im Wald nach Zecken!

Zecken gehören zu den Milben und dadurch zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich mit dem Blut von Wirbeltieren. Zecken finden ihre Wirte nach Körpergeruch und dem Kohlendioxid, das die Wirte ausatmen.

Während der Blutmahlzeit schwillt der Hinterleib der Zecke stark an. Die Weibchen einiger Arten werden dadurch zentimetergroß.

Auch die Larven- und Nymphenstadien der Zecke saugen Blut. Alle Lebensstadien sind mit bloßem Auge sichtbar, im dichten Fell des Labradors aber schwer zu finden.

Mit etwas Übung lassen sich festgesaugte Zecken mit den Fingerspitzen ertasten. Erwachsene, vollgesaugte Weibchen lassen sich kaum übersehen.

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören die bakterielle Borreliose und andere Erkrankungen durch Bakterien, Viren und parasitäre Einzeller.

Außerdem werden bei dem Zeckenbiss Toxine und Speichel übertragen, die gesundheitliche Probleme verursachen können. Das Infektionsrisiko wird umso größer, je länger die Zecke festgesaugt bleibt.

Woher bekommt ein Hund Zecken?

Zecken lauern im Wald

Die Gefahr von Zecken ist im Wald besonders groß. Aber auch im Stadtpark können sich Zecken befinden. Daher: den Labrador nach dem Spaziergang immer untersuchen!

Zecken lauern oft in hohem Gras und anderer Vegetation. Einige Arten gehen auch gezielt auf “Jagd” nach einem geeigneten Wirt.

Sowohl Labrador als auch Labradorbesitzer “sammeln” versehentlich Zecken auf Spaziergängen in Wald und Wiese.

Menschen sollten sich nach den Spaziergängen ebenfalls regelmäßig absuchen. Besonders im Bereich der Kniekehlen, der Leistengegend und hinter den Ohren verbeißen sich Zecken gern in den Menschen.

Mein Labrador hat Zecken? Was tun gegen Zecken?

Jeder Hund sollte regelmäßig am ganzen Körper nach Zecken abgesucht werden. Findet man eine Zecke, so sollte man sie so schnell wie möglich entfernen.

Zeckenzange-Zeckenhaken

Mit einer Zeckenzange oder Zeckenhaken lässt sich die Zecke gut entfernen.

Mit Glück hat sie sich noch nicht festgesaugt. Sitzt die Zecke bereits in der Haut, so sollte man das passende Werkzeug parat haben:

  • Zeckenzange,
  • Zeckenhaken,
  • Zeckenkarte,
  • Zeckenlasso,
  • oder eine geeignete Pinzette.

Allen diesen Werkzeugen ist gemeinsam, dass sie die Zecke am Kopf greifen können.

Das ist mit den Fingern schwierig bis unmöglich. Lediglich die vollgesogenen Exemplare lassen sich leicht ohne Werkzeug aus der Haut ziehen. Nach Ende ihrer Blutmahlzeit wären die Zecken ohnehin von selbst abgefallen. Nur sollte man es nach Möglichkeit nicht so weit kommen lassen: Je länger ein Zeckenbiss, desto höher das Risiko für eine Krankheitsübertragung.
Bei der Entfernung der Zecken ist es wichtig, den Hinterleib nicht zu zerquetschen. Sonst werden Bakterien und Toxine versehentlich in den Hund “entleert”. Am besten packt man die Zecke mit einem geeigneten Werkzeug am Kopf und löst sie durch eine sanfte Zugbewegung aus der Haut.
Falls der Kopf abreißt, in der Haut stecken bleibt und partout nicht herauszubekommen ist: Keine Panik, aber Stelle merken. Normalerweise fällt der Kopf nach ein paar Tagen von selbst ab. Es kann aber vorkommen, dass sich die Haut entzündet. Das sollte kontrolliert und ggf. ein Tierarzt aufgesucht werden.
Öl, Alkohol, Klebstoff, Nagellackentferner, Feuerzeug und Eiswürfel sind  zur Zeckenentfernung nicht geeignet. Teilweise sind diese Methoden, die immer noch im Internet herumgeistern, regelrecht gefährlich. Wird die Zecke verletzt, solange sie in der Haut steckt, kann das das Infektionsrisiko erhöhen.

Wie erkennt man Milben?

Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe

Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe

Milben sind eigentlich eine große Unterklasse der Spinnentiere, zu der auch die Zecken gehören.

Wenn man davon spricht, dass ein Labrador “Milben” hat, sind allerdings nicht Zecken sondern kleinere Vertreter dieser Parasiten gemeint.

Nicht alle Milbenarten, die den Hund befallen können, sind mit bloßem Auge sichtbar.

Häufig bei Hunden findet man die Arten Haarbalgmilben (Demodex), Grabmilben (Sarcoptes), Grasmilben und Ohrmilben.

Die Arten Sarcoptes, Demodex und Cheletiella verursachen bei starkem Befall ein Krankheitsbild, das beim Hund als Räude (beim Menschen als Krätze) bekannt ist. Es ist nicht auszuschließen, dass “Hundemilben” ebenfalls auf den Menschen übergehen. Das Risiko ist je nach Milbenart unterschiedlich.

Die Milben lösen Juckreiz und Schmerzen in der Haut aus. Deshalb sind die Symptome ähnlich wie bei einem Flohbefall: vermehrtes Kratzen, eventuell kahle Stellen im Fell, Schuppenbildung und/oder verkrustete Haut. Je nach Milbenart und Stärke des Befalls treten die Milben am ganzen Körper auf oder konzentrieren sich auf bestimmte Stellen. Häufig sind die Gelenke (v. a. Ellbogen) und der Kopfbereich (Ohren) betroffen.

Mein Labrador hat Milben –  Was tun gegen Milben?

Bei dem Verdacht auf Milben holt man sich Hilfe beim Tierarzt. Gegen Milben gibt es mehrere Medikamente und Mittel zum Auftragen auf die Haut. Möglicherweise haben sich die verletzten Hautstellen noch zusätzlich mit Bakterien oder Pilzen infiziert. Diese Ko-Infektion muss dann ebenfalls tierärztlich behandelt werden.

Ansonsten muss die Umgebung des Hundes so desinfiziert werden, wie bereits in dem Kapitel über Flöhe beschrieben.

Was sind Würmer und wie erkennt man Würmer?

Fast jeder Hund bekommt in seinem Leben mindestens einmal Würmer. Vor allem Bandwurmarten und Spulwürmer, die den Magen-Darm-Trakt befallen, si

Labrador - Wurmbefall - Würmer

Eine Wurmkur kann vorhandene Würmer beseitigen und präventiv gegen Wurmbefall helfen.

nd sehr weit verbreitet.

Erwachsenen Hunden mit intaktem Immunsystem schaden diese Würmer wenig. Für Welpen und geschwächte Tiere kann ein Wurmbefall auch mit “harmlosen” Wurmarten lebensbedrohlich werden.

Weiterhin gibt es Würmer, die die Lunge, das Herz oder andere Organe und Gewebe angreifen.

Die Symptome und Schwere der Erkrankungen hängen von der Wurmart ab. Solche Infektionen enden häufig tödlich. Vor allem eine Infektion mit Herzwürmern muss frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Bei einem Bandwurmbefall ist das sogenannte “Schlittenfahren” ein charakteristisches Symptom. Der After juckt, deshalb rutscht der Hund mit dem Hinterteil über den Boden. Außerdem sind einzelne Bandwurmglieder als weißliche, reiskorngroße Stückchen im Hundekot zu sehen.

Findet man dagegen größere, lange Würmer, so deutet das auf einen starken Befall mit Spulwürmern o. Ä. hin. Die Würmer sind in der Regel gut sichtbar, da sie sich noch bewegen. Weitere Warnsignale sind ein aufgeblähter Bauch des Hundes sowie Abmagerung, obwohl viel gefressen wird.

Würmer – Behandlung und Prophylaxe – Wurmkur Labrador

Einen Wurmbefall des Verdauungstrakts kann der Tierarzt durch eine Kotuntersuchung feststellen. Der Hund bekommt dann eine Wurmkur (Paste oder Tabletten) verabreicht.

Die toten Würmer werden mit dem Kot ausgeschieden und die Wurmkur wird wiederholt, bis der Hund wurmfrei scheint.

Es ist empfehlenswert, den Hund regelmäßig prophylaktisch zu entwurmen, auch wenn keine Krankheitszeichen auftreten.

Die Empfehlungen variieren von ein- bis viermal jährlich.

Die Anzahl der empfohlenen Wurmkuren hängt unter anderem von Wohnort und Infektionsrisiko des Hundes ab, welches wiederum von den Haltungsbedingungen abhängt.

Wichtig: Leben mehrere Hunde (und Katzen) im selben Haushalt, so sollten immer alle gemeinsam entwurmt werden.

Was sind Giardien?

Giardien sind parasitische Einzeller, die viele Wirbeltiere befallen können und dort im Dünndarm leben.

Die Zysten der Giardien werden mit dem Kot ausgeschieden und überleben lange in der Umwelt. Sie infizieren einen neuen Wirt, wenn sie über verunreinigtes Trinkwasser oder die Nahrung aufgenommen werden. Speziell der Haushund infiziert sich – wenn der Besitzer gerade wegschaut – gern durch Kot oder Aas.

Die Infektion beim Hund kann symptomlos (und unbemerkt) verlaufen, aber meist lösen Giardien Durchfallerkrankungen aus. Lang andauernder Durchfall, eventuell in Kombination mit

Giardien Labrador

Giardien sind Parasiten die den Labrador befallen können. Hier eine Aufnahme eines Elektronenrastermikroskops.

, Appetitverlust und Abmagerung sind die Alarmzeichen für den Hundebesitzer.

Dann sollte der Gang zum Tierarzt erfolgen.
Die Kotuntersuchung im Labor kann Gewissheit bringen, ob ein Hund mit Giardien angesteckt ist.

Der kranke Labrador wird medikamentös behandelt. Parallel muss die Umgebung des Hundes behandelt werden, ähnlich wie bei einem Floh- oder Milbenbefall.

Das Besondere hier: Der Kot sollte gesammelt und gesondert entsorgt werden.

Es gibt mindestens einen Genotyp der Giardien, der sowohl Hunde als auch Menschen befällt. Wieder einmal ist es also im Interesse von Hund und Besitzer, rechtzeitig und konsequent zu behandeln.

Hatte Ihr Labrador schon Parasiten? Wie haben Sie sich geholfen? Hatten die Parasiten ernsthafte Folgen? Erzählen Sie davon und hinterlassen Sie bitte einen Kommentar!

One thought on “Labrador Parasiten

  1. Hallo, mein Labrador hatte bereits von Beginn seines Einzugs Giardien (da war er 3 Monate alt). Er wurde beim Tierarzt zunächst mit Panacur behandelt, dies zeigte keine Wirkung. Auch die zweite und dritte Panacur-Kur zeigte keinen Erfolg. Dann hat er Metrobactin (Metronidazol) bekommen. Dies zeigte kurz Wirkung und die darauffolgende Kotprobe war negativ. Allerdings war er weitere zwei Wochen wieder mit Giardien befallen. Nächste Panacurgabe. Der Versuch dem ganzen mit Kräutertabletten (giardex) oder der Kräuterbuttermilch Herr zu werden schlug fehl. Gegen seinen stinkenden Durchfall habe ich ihm nach Recherchen im Internet Morosche Karottensuppe gegeben. Auch weitere Panacurgaben schlugen fehl. Ich suchte im Internet nach Antiparasitären Mitteln und stieß auf Kokosöl. Ein Arbeitskollege empfahl mit Schwarzkümmelöl. Dies gab ich ihm 4 Wochen lang und reichte eine erneute Kotprobe ein. Die war dann negativ. Auch die darauffolgende Kotprobe (über 7 Tage gesammelt) war negativ. Obwohl er den Kot von anderen Hunden gerne frisst und er manchmal so schnell ist, dass ich es nicht unterbinden kann, hat er sich bisher nicht mehr erneut angesteckt. Vielleicht hat das Kokosöl seine Wirkung gezeigt und es war so einfach die Giardien loszuwerden und ihn vor einer Neuansteckung zu schützen und das ganze ohne Chemie.

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