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Labrador Flöhe, Zecken, Würmer – Labrador Parasiten


Labradore können (wie alle Hunde) von einer Reihe von Parasiten befallen werden. Abgesehen davon, dass die Parasiten selbst dem Hund schaden, können sie Krankheiten auf den Menschen übertragen.

Häufige Übertragungsorte von Zecken sind Wälder und Wiesen – genau der Ort, wo sich der Labrador sehr gerne aufhält.

Unbehandelte Parasiten können sogar die Lebenserwartung des Labrador verringern!

Es gibt viele Möglichkeiten Parasiten selber ohne Tierarzt zu behandeln. Einige Parasiten wie z.B. die Giardien sind jedoch nur schwer zu erkennen. Dann ist die Hilfe vom Tierarzt wichtig.

Die häufigsten Parasiten werden hier kurz vorgestellt. Es handelt sich um

  • Flöhe,
  • Zecken,
  • Milben,
  • Würmer
  • und Giardien.

Wie beugt man Parasiten vor?

Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, Parasiten „vorbeugen“ zu wollen. Natürlich soll man den Labrador so gesund wie möglich halten, durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und bestmögliche Haltungsbedingungen.

Dazu gehört auch eine gewisse Hygiene: Fellpflege, ein sauberer Schlafplatz für den Hund, regelmäßig gereinigte Futternäpfe und so weiter.

Aber Vorsicht bei Produkten, die im Handel zur Prophylaxe gegen Parasiten angeboten werden (Halsbänder, Shampoos etc., die angeblich gegen Flöhe, Zecken oder Milben helfen). Diese Mittel sind oft wenig wirksam oder sogar gesundheitsschädlich für den Hund.


Was sind Flöhe?

Floh - Flöhe - Labrador
Ein Floh in der Großaufnahme

Flöhe zählen zu den Insekten. Sie besitzen keine Flügel, sondern bewegen sich durch meterweite Sprünge mit ihren kräftigen Hinterbeinen fort. Man erkennt die rotbraunen Tierchen mit bloßem Auge.

Häufig bemerkt man aber den Flohkot zuerst. Der krümelige, schwarze Kot lässt sich aus dem Hundefell heraus kämmen (mit Hilfe eines Flohkamms oder Ähnlichem).

Verwischt man den Kot mit einem feuchten Tuch, so hinterlässt er rötliche Spuren. Das liegt daran, dass Flöhe sich von dem Blut ihrer Wirte ernähren und der Flohkot Blut enthält.

Flohbisse jucken schmerzhaft und können sich entzünden. Die befallenen Hunde kratzen sich viel. Bei starkem Befall lecken und beißen sie sich so lange, bis kahle und verletzte Stellen entstehen.

Hundeflöhe bevorzugen Hunde als Wirt, aber gelegentlich springen sie auch auf den Menschen über. Außerdem können Flöhe Bandwürmer auf Hunde und Menschen übertragen.

Es ist also im Interesse von Hund und Besitzer, Flöhe so schnell wie möglich loszuwerden.

Woher bekommt ein Labrador Flöhe?

Labradore können sich Flöhe beim Spielen mit anderen Hunden holen. Häufig stecken sie sich auch bei einem Wildtier an.

Das kann bei einem Waldspaziergang passieren. Vielleicht ist aber sogar ein Igel im eigenen Garten Schuld? Auch der Mensch kann Flöhe mit der Kleidung nach Hause bringen.

Mein Labrador hat Flöhe – Was tun gegen Flöhe?

Der erste Schritt gegen Flöhe ist die Behandlung der Umgebung. Flöhe halten sich gern in Teppichen, Polstern und Decken versteckt und legen dort auch ihre Eier ab.

Solange der Flohbefall andauert, ist regelmäßiges Staubsaugen und gesteigerte Hygiene ein Muss.

Der Liegeplatz des Hundes kann mit einem Desinfektionsspray behandelt werden. Alles Waschbare gehört bei mindestens 60 °C in die Waschmaschine. Alternativ können Textilien und andere Gegenstände vorübergehend eingefroren werden. Beide Methoden töten die Floheier ab.

Solange es nur einzelne Exemplare auf dem Labrador sind, lassen sich die Flöhe vielleicht per Hand vernichten: Kämme das Fell mit einem Flohkamm gut aus und fange die Flöhe zwischen zwei Fingern. Zerreibe den Floh oder halte ihn unter Wasser, um ihn zu töten. (Bei dem Versuch, ihn mit den Fingernägeln zu zerdrücken, entkommt er meistens.)

Flohhalsband, Flohpuder und Flohshampoo sind je nach Produkt und Hersteller unterschiedlich wirksam und unterschiedlich empfehlenswert.

Grundsätzlich sollten die freiverkäuflichen Mittel aus dem Zooladen mit etwas Skepsis betrachtet werden.

Bei starkem Flohbefall heißt es ab zum Tierarzt. Dieser wird vermutlich ein Spot-On mitgeben. Dabei handelt es sich um die effektivste Methode zur Flohbekämpfung, allerdings ist sie nicht ganz ungefährlich.

Das Mittel ist ein Nervengift, das die Flöhe zuverlässig innerhalb eines Tages tötet. Dabei darf der Hund auf keinen Fall selbst das Gift auflecken. Deshalb wird das Spot-On tropfenweise auf das Genick gegeben, wo der Hund nicht hingelangen kann.


Was sind Zecken?

Zecken auf dem Labrador
Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Suche Deinen Labrador nach einem Spaziergang im Wald nach Zecken ab!

Zecken gehören zu den Milben und dadurch zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich mit dem Blut von Wirbeltieren. Zecken finden ihre Wirte nach Körpergeruch und dem Kohlendioxid, das die Wirte ausatmen.

Während der Blutmahlzeit schwillt der Hinterleib der Zecke stark an. Die Weibchen einiger Arten werden dadurch zentimetergroß.

Auch die Larven- und Nymphenstadien der Zecke saugen Blut. Alle Lebensstadien sind mit bloßem Auge sichtbar, im dichten Fell des Labradors aber mitunter schwer zu finden. Besonders bei dunklem Fell.

Mit etwas Übung lassen sich festgesaugte Zecken mit den Fingerspitzen ertasten. Erwachsene, vollgesaugte Weibchen lassen sich hingegen kaum übersehen.

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören die bakterielle Borreliose und andere Erkrankungen durch Bakterien, Viren und parasitäre Einzeller.

Außerdem werden bei dem Zeckenbiss Toxine und Speichel übertragen, die gesundheitliche Probleme verursachen können. Das Infektionsrisiko wird umso größer, je länger die Zecke festgesaugt bleibt.

Woher bekommt ein Hund Zecken?

Zecken lauern im Wald
Die Gefahr von Zecken ist im Wald besonders groß. Aber auch im Stadtpark können sich Zecken befinden. Daher: den Labrador nach dem Spaziergang immer untersuchen!

Zecken lauern oft in hohem Gras und anderer Vegetation. Einige Arten gehen auch gezielt auf „Jagd“ nach einem geeigneten Wirt.

Sowohl Labrador als auch Labradorbesitzer „sammeln“ versehentlich Zecken auf Spaziergängen in Wald und Wiese.

Menschen sollten sich nach den Spaziergängen ebenfalls regelmäßig absuchen. Besonders im Bereich der Kniekehlen, der Leistengegend und hinter den Ohren verbeißen sich Zecken gern in den Menschen.

Mein Labrador hat Zecken? Was tun gegen Zecken?

Jeder Hund sollte regelmäßig am ganzen Körper nach Zecken abgesucht werden. Findest Du eine Zecke, so solltest Du diese so schnell wie möglich entfernen.

Zeckenzange-Zeckenhaken
Mit einer Zeckenzange oder Zeckenhaken lässt sich die Zecke gut entfernen.

Mit Glück hat sie sich noch nicht festgesaugt. Sitzt die Zecke bereits in der Haut, so solltest Du das passende Werkzeug parat haben:

  • Zeckenzange,
  • Zeckenhaken,
  • Zeckenkarte,
  • Zeckenlasso,
  • oder eine geeignete Pinzette.

Allen diesen Werkzeugen ist gemeinsam, dass sie die Zecke am Kopf greifen können.

Das ist mit den Fingern schwierig bis unmöglich. Lediglich die vollgesogenen Exemplare lassen sich leicht ohne Werkzeug aus der Haut ziehen (nicht empfehlenswert wegen Quetschung). Nach Ende ihrer Blutmahlzeit wären die Zecken ohnehin von selbst abgefallen. Nur sollte man es nach Möglichkeit nicht so weit kommen lassen: Je länger ein Zeckenbiss, desto höher das Risiko für eine Krankheitsübertragung.

Bei der Entfernung der Zecken ist es wichtig, den Hinterleib nicht zu zerquetschen. Sonst werden Bakterien und Toxine versehentlich in den Hund „entleert“. Am besten packst Du die Zecke mit einem geeigneten Werkzeug am Kopf und löst sie durch eine sanfte Zugbewegung aus der Haut.

Öl, Alkohol, Klebstoff, Nagellackentferner, Feuerzeug und Eiswürfel sind  zur Zeckenentfernung nicht geeignet. Teilweise sind diese Methoden, die immer noch im Internet herumgeistern, regelrecht gefährlich. Wird die Zecke verletzt, solange sie in der Haut steckt, kann dies das Infektionsrisiko erhöhen.

Was tun, wenn der Kopf steckenbleibt?

Kein Problem. Versuche in diesem Fall, den Kopf nachträglich mit einer stumpfen Pinzette zu entfernen. Nicht immer funktioniert dies jedoch. Desinfiziere die Stelle und behalte sie gut im Auge. Häufig wird der Kopf von der Hundehaut abgestoßen und fällt nach ein paar Tagen von alleine raus.

Kommt es allerdings zu Schwellungen und/oder Rötungen oder der Kopf bleibt einfach wo er ist, bringe den Labrador besser in eine Tierarztpraxis. Dieser kann den Fremdkörper entfernen und die Stelle gegebenenfalls behandeln.

Effektive Vorbeugung gegen Zecken

Es ist wichtig, Zecken vorzubeugen, weil sie gefährliche Krankheiten übertragen können. Dazu zählen:

  • Babesiose
  • Zeckenfieber
  • FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis)
  • Borreliose

Die beste und schonendste Prophylaxe ist das regelmäßige Absuchen des Hundes nach den Spinnentierchen. Bestenfalls nach jeden Spaziergang oder zumindest einmal am Abend.

Achte dabei besonders auf sehr dünne und gut durchblutete Hautpartien. Zecken sitzen gern zwischen den Zehen, an den Ohren, Lefzen oder Schenkelinnenseiten. Prinzipiell können sie aber überall zubeißen. Da dies jedoch mehrere Stunden dauern kann, erwischst Du die Zecke womöglich noch, ehe sie überhaupt ihre Blutmahlzeit starten konnte.

Einige Halter schwören zudem auf Knoblauch im Hundefutter, das die Plagegeister wie kleine Vampire abschrecken soll. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass Knoblauchpulver und Co Zecken tatsächlich vertreiben kann. Ebenso wichtig ist zu wissen, dass Knoblauch sogar als giftig für Hunde gilt.

Im Handel und beim Tierarzt bekommst Du Puder und Sprays gegen Zecken. Der Hund muss dabei eingestäubt bzw. eingesprüht werden. Anschließend wird alles bis auf die Haut einmassiert und schon bleibt er zeckenfrei. Solche Anwendungen müssen aber sehr regelmäßig wiederholt werden. Und die Zeit, die es kostet, ihn einzureiben, kannst du auch mit dem Absuchen verbinden. Das ist schonender. Denn nach der Anwendung muss du penibel darauf achten, dass der Labrador sich nicht leckt und die Gifte aufnimmt.

Super wirkungsvoll sind  hingegen Spot-ons, die zudem ihre Wirkung sehr rasch entfalten. Zwar kann sich immer noch eine Zecke auf den Hund verirren und auch zubeißen, allerdings stirbt die Zecke danach in kurzer Zeit ab. Viele Spot-ons entfalten ihre Wirkung über mehrere Wochen.

Ist ein Zeckenhalsband empfehlenswert?

Auch ein Zeckenhalsband behält seine Wirkung für viele Wochen oder gar Monate. Es ist aber nicht ganz unbedenklich. Es muss konstant getragen werden und somit ist Dein Vierbeiner dem Nervengift auch konstant ausgesetzt.

Weitere Nachteile:

  • Du und andere Menschen können durch Streicheln, spielen, kuscheln ebenfalls mit dem Gift in Kontakt kommen. Kinder sind hier besonders gefährdet, da sie sich nach dem Spielen mit dem Hund manchmal nicht die Hände waschen.
  • Beim Baden zu Hause oder draußen im See, Fluss Meer etc. sollte das Halsband unbedingt abgenommen werden. Ansonsten könnten Giftstoffe in den Wasserkreislauf gelangen.
  • Spielt der Labrador mit Artgenossen oder betreibt mit einem Zweithund Körperpflege (Belecken), so können die Gifte gegenseitig aufgenommen werden.

Macht eine Borrelioseimpfung Sinn?

Dies kommt ganz darauf an, wo Du und Dein Hund wohnen. Denn die Borrelioseimpfung wird nur bei Risikogruppen empfohlen. Wenn Ihr also in einem besonders gefährdeten Gebiet lebt oder viel im Wald unterwegs seid, kann die Impfung durchaus Sinn machen. Besprich dies am besten mit einem Tierarzt. Er kann das individuelle Risiko sicherlich einschätzen.

Wichtig zu wissen: Die Impfung wirkt nicht gegen alle Erregerstämme. Theoretisch kann er also trotzdem an Borreliose erkranken. Außerdem verhindert die Injektion nur die Krankheit. Trotzdem kann der Labrador noch von Zecken gebissen werden.


Wie erkennt man Milben?

Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe
Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe

Milben sind eigentlich eine große Unterklasse der Spinnentiere, zu der auch die Zecken gehören.

Wenn man davon spricht, dass ein Labrador „Milben“ hat, sind allerdings nicht Zecken sondern kleinere Vertreter dieser Parasiten gemeint.

Nicht alle Milbenarten, die den Hund befallen können, sind mit bloßem Auge sichtbar.

Häufig bei Hunden findet man die Arten Haarbalgmilben (Demodex), Grabmilben (Sarcoptes), Grasmilben und Ohrmilben.

Die Arten Sarcoptes, Demodex und Cheletiella verursachen bei starkem Befall ein Krankheitsbild, das beim Hund als Räude (beim Menschen als Krätze) bekannt ist. Es ist nicht auszuschließen, dass „Hundemilben“ ebenfalls auf den Menschen übergehen. Das Risiko ist je nach Milbenart unterschiedlich.

Die Milben lösen Juckreiz und Schmerzen in der Haut aus. Deshalb sind die Symptome ähnlich wie bei einem Flohbefall: vermehrtes Kratzen, eventuell kahle Stellen im Fell, Schuppenbildung und/oder verkrustete Haut. Je nach Milbenart und Stärke des Befalls treten die Milben am ganzen Körper auf oder konzentrieren sich auf bestimmte Stellen. Häufig sind die Gelenke (v. a. Ellbogen) und der Kopfbereich (Ohren) betroffen.

Mein Labrador hat Milben –  Was tun gegen Milben?

Bei dem Verdacht auf Milben holt man sich Hilfe beim Tierarzt. Gegen Milben gibt es mehrere Medikamente und Mittel zum Auftragen auf die Haut. Möglicherweise haben sich die verletzten Hautstellen noch zusätzlich mit Bakterien oder Pilzen infiziert. Diese Ko-Infektion muss dann ebenfalls tierärztlich behandelt werden.

Ansonsten muss die Umgebung des Hundes so desinfiziert werden, wie bereits in dem Absatz über Flöhe beschrieben.


Was sind Würmer und wie erkennt man Würmer?

Fast jeder Hund bekommt in seinem Leben mindestens einmal Würmer. Vor allem Bandwurmarten und Spulwürmer, die den Magen-Darm-Trakt befallen, si

Labrador - Wurmbefall - Würmer
Eine Wurmkur kann vorhandene Würmer beseitigen und (falls regelmäßig verabreicht) präventiv gegen Wurmbefall helfen.

nd sehr weit verbreitet.

Erwachsenen Hunden mit intaktem Immunsystem schaden diese Würmer wenig. Für Welpen und geschwächte Tiere kann ein Wurmbefall auch mit „harmlosen“ Wurmarten lebensbedrohlich werden.

Weiterhin gibt es Würmer, die die Lunge, das Herz oder andere Organe und Gewebe angreifen.

Die Symptome und Schwere der Erkrankungen hängen von der Wurmart ab. Solche Infektionen enden häufig tödlich. Vor allem eine Infektion mit Herzwürmern muss frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Bei einem Bandwurmbefall ist das sogenannte „Schlittenfahren“ ein charakteristisches Symptom. Der After juckt, deshalb rutscht der Hund mit dem Hinterteil über den Boden. Außerdem sind einzelne Bandwurmglieder als weißliche, reiskorngroße Stückchen im Hundekot zu sehen.

Findet man dagegen größere, lange Würmer, so deutet das auf einen starken Befall mit Spulwürmern o. Ä. hin. Die Würmer sind in der Regel gut sichtbar, da sie sich noch bewegen. Weitere Warnsignale sind ein aufgeblähter Bauch des Hundes sowie Abmagerung, obwohl viel gefressen wird.

Würmer – Behandlung und Prophylaxe – Wurmkur Labrador

Einen Wurmbefall des Verdauungstrakts kann der Tierarzt durch eine Kotuntersuchung feststellen. Der Hund bekommt dann eine Wurmkur (Paste oder Tabletten) verabreicht.

Die toten Würmer werden mit dem Kot ausgeschieden und die Wurmkur wird wiederholt, bis der Hund wurmfrei scheint.

Es ist empfehlenswert, den Hund regelmäßig prophylaktisch zu entwurmen, auch wenn keine Krankheitszeichen auftreten.

Die Anzahl der empfohlenen Wurmkuren hängt unter anderem von Wohnort und Infektionsrisiko des Hundes ab, welches wiederum von den Haltungsbedingungen abhängt.

Generell wird eine vierteljährliche Entwurmung jedoch empfohlen. Dabei wirkt das Mittel immer nur gegen einen akuten Befall. Sie kann leider nicht vorbeugend eingesetzt werden. Sprich: Schon kurz nach Verabreichung kann sich der Labrador erneut mit Würmern infizieren.

Wer nur entwurmt, wenn sich bei einer Sammelkotprobe ein Befall eindeutig feststellen lässt, sollte bedenken, dass nicht immer Würmer ausgeschieden werden und sich ein früher Befall überhaupt gar nicht im Kot feststellen lässt. Bei einer Entwurmung alle drei Monate werden hingegen auch schon die Eier und Larven effektiv abgetötet und können sich erst gar nicht im Magen-Darm-Trakt festsetzen. Der Lebenszyklus der Parasiten wird also bereits vorzeitig unterbrochen.

Übrigens: Manchmal wird sogar eine monatliche Wurmkur empfohlen. Wenn Dein Labrador einer besonderen Risikogruppe angehört oder weil in Deinem Haushalt Kinder oder immunschwache Personen leben.

Wie bekomme ich die Wurmkur in den Hund?

Welpen bekommen häufig eine Wurmkur in Pastenform. Dies ist besonders praktisch, da sich die Paste gut ins Mäulchen streichen lässt und dann fast automatisch geschluckt wird.

Bei erwaschsenen Hunden ist hingegen eine Tablette das Medikament der Wahl.  Beim Tierarzt sieht die Verabreichung auch immer sehr einfach aus. Wer die Wurmkur allerdings zu Hause verabreichen will, der wird oft mit der Willenskraft des Labradors konfrontiert. Und die werden plötzlich Meister darin, die Tablette immer wieder auszuspucken.

Meist hilft es jedoch, die Tablette in ein Stückchen Käse oder Leberwurst zu drücken. Da der Labrador gerne schlingt, kannst Du Dir auch mehrere kleine Käsewürfel bereitlegen und immer schön für Nachschub sorgen. In einem Würfel ist dabei die Tablette versteckt. Da der Hund aber schon den nächsten Würfel sieht, wird einfach gierig geschlungen. Diesen Trick kannst Du nicht nur bei Wurmkuren, sondern eigentlich allen Medikamenten anwenden. Auch ein Pillencrusher kann gute Dienste leisten. Das Pulver lässt sich dann prima in einen Klecks Joghurt rühren.

Der Tierarzt kann eine Wurmkur in Härtefällen als Injektion verabreichen.

Warum brauchen bereits Welpen eine Wurmkur?

Eine Zuchthündin wird vor der Belegung immer noch einmal entwurmt. Dennoch ist eine Ansteckung mit den Parasiten sehr einfach und sie kann sich während der Trächtigkeit damit infizieren. Einige Wurmarten können dabei sogar schon die Welpen im Mutterleib befallen. Hierzu zählen Haken- und Spulwürmer.

Ebenso ist eine Befall über die Milchdrüsen möglich, wenn die kleinen bei Mama an der Milchbar säugen.

Während ein leichter bis normaler Befall bei einem erwachsenen Hund zunächst kaum auffällt und erstmal keinen Schaden anrichtet, ist ein infizierter Welpe besonders gefährdet. Die Hundekinder haben ein noch unreifes Immunsystem und ein Nährstoffmangel fällt bei ihnen stärker ins Gewicht, da sie zu Beginn reichlich zunehmen müssen.

Bei Schmarotzern im Magen-Darm-Trakt fehlen ihnen jedoch wichtige Nährstoffe und die Welpen magern ab. Dies begünstigt Komplikationen und macht sie angreifbarer für andere Krankheiten.

Darum wird dem vorgebeugt. Rund zwei Wochen nach der Geburt gibt es darum die erste Wurmkur vom Tierarzt. Anschließend gibt es alle 14 Tage eine solche Wurmkur, bis die Labradorkinder die 12. Lebenswoche erreichen. Zieht der Welpe schon vorher bei Dir ein, solltest Du also die Wurmkuren bei Dir zu Hause zu Ende bringen. Die Mutterhündin wird übrigens immer zusammen mit ihrem Wurf entwurmt, damit sich die Hunde nicht gegenseitig immer wieder anstecken.

Wichtig: Leben mehrere Hunde (und Katzen) im selben Haushalt, so sollten immer alle gemeinsam entwurmt werden.


Was sind Giardien?

Giardien sind parasitische Einzeller, die viele Wirbeltiere befallen können und dort im Dünndarm leben.

Die Zysten der Giardien werden mit dem Kot ausgeschieden und überleben lange in der Umwelt. Sie infizieren einen neuen Wirt, wenn sie über verunreinigtes Trinkwasser oder die Nahrung aufgenommen werden. Speziell der Haushund infiziert sich – wenn der Besitzer gerade wegschaut – gern durch Kot oder Aas oder durch das Trinken an Tümpeln und Pfützen.

Die Infektion beim Hund kann symptomlos (und unbemerkt) verlaufen, aber meist lösen Giardien Durchfallerkrankungen aus. Lang andauernder Durchfall, eventuell in Kombination mit

Giardien Labrador
Giardien sind Parasiten die den Labrador befallen können. Hier eine Aufnahme eines Elektronenrastermikroskops.

Appetitverlust und Abmagerung sind Alarmzeichen für den Hundebesitzer.

Dann sollte der Gang zum Tierarzt erfolgen.
Die Kotuntersuchung im Labor kann Gewissheit bringen, ob ein Hund mit Giardien angesteckt ist.

Der kranke Labrador wird medikamentös behandelt. Parallel muss die Umgebung des Hundes behandelt werden, ähnlich wie bei einem Floh- oder Milbenbefall.

Das Besondere hier: Der Kot sollte restlos gesammelt und gesondert entsorgt werden.

Es gibt mindestens einen Genotyp der Giardien, der sowohl Hunde als auch Menschen befällt. Wieder einmal ist es also im Interesse von Hund und Besitzer, rechtzeitig und konsequent zu behandeln.


Tipps gegen Flöhe, Milben und Co in der Wohnung

  • Fußböden täglich absaugen und Staubsaugerbeutel möglichst rasch entfsorgen ode waschen.
  • Geeignete Böden möglichst heiß wischen. Am besten täglich.
  • Auf Hygiene achten!
  • Näpfe täglich reinigen.
  • Die Transportbox nach einem Tierarztbesuch oder bestätigtem Befall gründlich reinigen und desinfizieren.
  • Sämtliche Wohntextilien absaugen oder waschen. Besonders dort, wo der Hund sich gerne aufhält (Teppich, Sofa usw.)
  • Ansonsten für eine Nacht ins Gefrierfach legen.
  • Stofftiere der Kinder, die nicht in die Waschmaschine dürfen, können ebenfalls im Gefrierfach übernachten.
  • Schlafplätze regelmäßig reinigen/waschen. Achte beim Kauf des Hundebetts auf leicht zu reinigende Materialien. Bestenfalls kann alles in die Wachmaschine (z.B. abziehbare Bezüge fürs Hundebett).
  • Umgebungssprays gegen Parasiten einsetzten, wo eine gründliche Reinigung schwierig ist. Zum Beispiel Weidenkörbchen, Ritzen, Ecken usw.
  • Für schwer zugängliche Stellen oder Textilien kommt auch ein Dampfreiniger infrage (tötet bei hohen Temperaturen alle Flohstadien ab – Juchuu!).
  • Bei sehr hartnäckigen Fällen, sollte ein Kammerjäger zu Rate gezogen werden. Also wenn dein Hund absolut nicht parasitenfrei wird oder sich schon nach kurzer Zeit immer wieder neu ansteckt. Hier könnte der Einsatz von Foggern notwendig sein. Die Wirkung hält bis zu mehreren Wochen an. Für den Einsatz von Foggern musst Du vorübergehend Deine Wohnung verlassen.

Hatte Dein Labrador schon Parasiten? Wie hast Du ihm geholfen? Hatten die Parasiten ernsthafte Folgen? Erzähle davon und hinterlasse bitte einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Marion Lofski

    Hallo,
    wir haben einen reinrassigen Labrador Rüde in braun von einer eingetragenen Züchterin.Sam ist jetzt 5 1/5 Jahre alt.
    Im juli 2018 waren die ersten Anzeichen Juckreiz,nervöses hin und herlaufen,Nachts nicht mehr zur Ruhe kommen.Ab zum Tierarzt.Verdacht auf Allergie.Wir haben von anfang an nur gebarft.Er sollte einen Monat lang nur Huhn bekommen.Es wurde ja vermutet ,das eine Futtermittelallergie auszuschließen ist.Es wurde nicht besser.Dann wurde ein großes Blutbild erstellt.Wir waren dann im August auf Borkum und der Juckreiz wurde immer stärker.Kein Tierarzt weit und breit nicht auf der Insel.Zurück
    nach Hause sofort unseren Tierarzt aufgesucht.Ergebniss von der Blutabnahme allergisch gegen Gräser und Kräuter.Bekommt seit dem apoquel 1mal am Tag.Alles Gut.Das fast über 1 1/5 Jahre.Dann fing es wieder an.Nochmal einen Bluttest.Ergebnis
    gegen Schimmelpilze,Milben und Salix (Weide).Die Dosis wurde erhöht auf 1,5 Tabletten.Dann fingen die Vorderpfoten an .Zwischen den Zehen und unter den Ballen .Unser Tierarzt gab uns ein Schampoo Pypderm.3 mal täglich Pfoten waschen und
    eine Salbe zum auftragen.Sam hatte aber noch über das rechte Auge eine Wunde Tierarzt meinte ,aber die heilt so zu,Es wurde nicht besser ,wir waren mit unserem Latein am Ende.Wir haben dann einen Tierarzt in D`dorf gefunden der sich auf Dermatalogie spezaliziert hat.Der stellte dann fest,Sam hatte einen Pilzbefall.Legte eine Pilzkultur an das Ergebnis war erschreckend.Jeden Tag die Hundedecken waschen ,die ganze Wohnung desinfizieren ,jeden Tag müsste Sam gebadet werden(Malaseb Schampoo) und 3 mal täglich mit Surolan um die Augen eincremen . Es hat so ungefähr 2 1/2 Monate gedauert bis wir den Pilz besiegt haben.Es war die Hölle,vorallen dingen zu Corona Höchstzeit man
    bekam ja kaum desinfektionsmittel geschweige denn Sagrotan zum waschen.Futter wurde umgestellt Trockenfutter und Dosenfutter.Spezell angefertgt für Allergiehunde.Näpfe nur noch aus Keramik ,kein Metall mehr.Hundedecken wurden auch
    neu gekauft extra für Allergiehunde.Sam hat jetzt noch an der rechten Pfote unter dem Ballen, da muss die Hornhaut noch wachsen.Läuft schön mit Pfotenschuhe und nach dem raus gehen sofort die Pfoten sauber machen.Alles sehr Zeitaufwendig
    aber es hat sich gelohnt.

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Marion!
      Ufff … da habt Ihr ja was mitgemacht bis jetzt. Ich kann mir vorstellen, wie nervenaufreibend und auch anstrengend das Ganze war. Besonders jetzt während Corona. Aber man weiß ja, für wen man es macht 😉 Toll, dass Ihr nicht aufgegeben und durchgehalten habt.
      Jetzt muss nur noch die Pfote komplett heilen, dann ist es geschafft. Ich hoffe und drücke Euch die Daumen, dass dies schnell ausgeheilt und Euer Sam bald wieder vollkommen beschwerdefrei ist.
      Habt Ihr die Züchterin deswegen mal kontaktiert? Es wäre ja interessant zu wissen, ob andere Welpen aus dem Wurf auch betroffen waren bzw. sind. Sam hatte ja nicht nur den Pilz, sondern hat ja offenbar auch einige Allergien, bei denen Ihr aufpassen müsst.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Marion Lofski

    Hallo Vanessa,
    2015 brachte die Hündin 8 Welpen zur Welt.Sie war Schwarz und der Deckrüde ein niederländer Braun.
    Ein Lappi war nicht mal 1 Jahr alt und verlor fast sein ganzes Fell.Stellte sich hinterher herraus eine Futtermittelallergie.
    Obwohl die Inhaber auch gebarft haben.Die Welpen waren von Anfang daran gewöhnt.Die konnten nur noch alles vom
    Pferd füttern.Sonst ist nichts ausser gewöhnliches bekannt,aus dem Wurf.
    Die Züchterin hat 2017 aufgehört zu züchten aus gesundheitlichen Gründen und hat selber noch 2 Lappis im Haushalt.
    Wir treffen uns alle noch 1mal im Jahr mit unseren Zweibeinern ,da sind auch immer welche dabei, von Ihren vorherigen
    Würfen.
    Lg Marion

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Marion!

      Also hatten zwei Hunde aus dem Wurf eine Allergie. Hmm…
      Es wird ja immer behauptet, das Barf eigentlich super für Allergiker geeignet ist. Aber es gibt ja auch Unverträglichkeiten, die sind einfach angeboren.
      Ich bin jedenfalls froh, dass Ihr es mittlerweile in den Griff bekommen habt. Denn das gibt dem Hund ja auch wieder seine Lebensfreude und Wohlbefinden wieder. Ich hoffe, die Probleme kommen nicht mehr wieder.
      Liebe Grüße,
      Vanessa
      PS: Ich finde solche Treffen übrigens sehr schön. Denke, es ist auch toll für den Züchter, die ehemaligen Welpen wiederzusehen. 🙂

  3. Marion Lofski

    hallo Vanessa,
    barfen ist an sich gut, nur bei Hunden die mit Allergien zu tun haben,sollte man auf Trocken oder Dosenfutter umsteigen.
    Weil es reines Fleisch ist,muß die Temperatur genau stimmen,ncht so kalt und nicht zu warm.Es könnten sich bakterien oder
    Pilze daran festsetzen.Der TA für Dermatologie hat uns genau darüber aufgeklärt.Durch Ihn haben wir Sachen erfahren,die
    unserer vorheriger TA vom Fachwissen nicht wußte,obwohl er Sam,seit wir Ihn damals mit 9 Wochen, von Anfang an gut betreut hat.
    Lg Marion

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Marion!

      Ach sie mal an. Das wusste ich nicht. Vielen Dank für die Info. Man lernt echt nie aus 🙂 Ich habe immer gehört, dass es eher umgekehrt der Fall ist. Also Hunde mit Allergie besser gebarft werden sollen. Aber es kommt vielleicht auch auf die Art der Allergie an. Bei einer Unverträglichkeit (gegen bestimmte Inhaltsstoffe in Fertigfutter, z.B. Getreide) macht es ja dann Sinn auf Barf umzusteigen. In anderen Fällen dann wohl eher nicht. Am besten also immer den Tierarzt fragen, ehe man selbst ausprobiert. Lektion gelernt.
      Schönes Wochenende und liebe Grüße,
      Vanessa

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