Labrador Retriever Charakter - Was macht einen Labrador aus?
Labrador Retriever Charakter – Was macht einen Labrador aus?

Der Labrador – die Wasserratte mit Arbeitswillen

Der Labrador wurde für die Jagd gezüchtet (siehe: Labrador Geschichte) und übernimmt hierbei gleich mehrere Aufgaben.

Ob er die Beute aus dem Wasser apportiert, sie aufschreckt oder im Unterholz aufstöbert – er ist immer in Aktion.

Und besonders bei der Arbeit im kühlen Nass in seinem Element.

Dazu ist er loyal, freundlich und intelligent. Er zeigt typischerweise einen großen Arbeitswillen aber keine Aggression.

Labrador Charakter
Labrador Charakter: Ideal für Familien mit Kindern

Der Labrador Charakter zeichnet sich also vor allem durch Gutmütigkeit und Lernfähigkeit aus. Sein Jagdtrieb gehört jedoch ebenfalls zu den typischen Eigenschaften.

Dieser lässt sich allerdings mit ausreichend Training in den Griff bekommen oder in bessere Bahnen lenken – denn der Labrador will gefallen.


Was ist typisch Labrador?

  • freundlich
  • loyal
  • intelligent
  • will-to-please
  • arbeitswillig
  • apportierfreudig
  • sanftmütig
  • zutraulich
  • sehr wenig Aggressionspotenzial
  • gutmütig
  • lernfähig
  • kontaktfreudig
  • ausgeglichen
  • verfressen
  • eignet sich für viele Sparten des Hundesports
  • besitzt Jagdtrieb
  • wasseraffin
  • vielfältige Einsatzgebiete (Familienhund, Jagdhund, Sportpartner, Therapiehund usw.)
  • Als Familienhund geeignet
  • gilt als kinderlieb
  • Für Anfänger geeignet (Hundeschule empfehlenswert)
  • menschenfreundlich
  • bewegungsfreudig

Was muss der Labrador Halter bieten können?

Labrador Wesen
Labrador Wesen: Der Labrador erfordert viel Auslauf und Bewegung!

Mit zunehmender Bekanntheit der Hunderasse Labrador nahm auch die Beliebtheit des Vierbeiners zu. Ein Trend, der dem wasserliebenden Hund leider nicht immer gut bekommt.

Wer dem Labrador Wesen gerecht werden möchte und dem Hund ein glückliches Leben bieten will, sollte aktiv sein. Mindestens ausgedehnte und abwechslungsreiche Spaziergänge – bei jedem Wetter – gehören zum täglichen Plan. Besser wären noch Training, Hundesport und Spiele. Der alltägliche Aufenthalt im Garten, ganz egal wie groß dieser ist, ist kein ausreichender Ersatz für den sportlichen Labrador.

Aktuelle und künftige Halter sollten selbst viel Freude an der Bewegung haben. Und an der Ausbildung von Hunden. Das heißt nun nicht, dass jeden Tag eine Hundeschule besucht, ein neuer Weg gefunden und stundenlang gespielt werden muss.
Ein bis zwei Stunden Laufen, variierende Such- und Apportierspiele und das Üben von Kommandos sollten es aber schon sein. Wer diese Zeit nicht aufbringen kann oder will, ist mit einem Labrador ausgesprochen schlecht beraten.


Der Labrador als Familienhund

Der Labrador will seinen Menschen nicht einfach nur gefallen – er liebt sie auch. Vor allem die Kinder unter ihnen. Damit sind Vierbeiner dieser Rasse ideale Familienhunde. Gemeinsames Spielen und Toben mit den Kindern ersetzt aber ebenfalls nicht den Anspruch durch erwachsene Dosenöffner. Zumindest nicht vollkommen.

Eine aktive Familie, die den Labrador als Mitglied betrachtet und ihn gern überall hin mitnimmt, ist ideal. Dennoch ist Vorsicht geboten. So menschenfreundlich und kinderlieb die Vertreter dieser Rasse typischerweise auch sind, sie sind weder Spielzeug noch Klettergerüst und vor allem kein Babysitter-Ersatz.

Selbst der geduldigste Labrador sollte daher niemals mit kleinen Kindern allein gelassen werden. Das ist schon allein aufgrund der Größe, des Gewichts und der oft überschwänglichen Körpersprache der Hunde nicht angeraten.

Werden aber sowohl Labrador Retriever als auch Kinder im richtigen und sicheren Umgang miteinander geschult und nicht sich selbst überlassen, können sie die besten Freunde werden.

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Gefährlich liebe Vorurteile

Der Labrador ist der perfekte Familienhund, der keine Erziehung benötigt und vollkommen anspruchslos ist – um die aktive Rasse ranken sich zahlreiche Vorurteile. Eben diese können schnell zu einer falschen Entscheidung führen.

Vorurteil 1 – Der perfekte Familienhund

Kommt der Labrador in eine bewegungsfreudige Familie, die viel mit ihm unternimmt und ihm die richtige Erziehung zukommen lässt, kann er tatsächlich zum perfekten Mitglied werden.

Sitzen aber die Kleinen wie die Großen lieber auf der Couch als sich draußen zu bewegen oder fehlt die Zeit für den hohen Aktivitätsanspruch des Retrievers, ist die Wahl dringend zu überdenken.

Vorurteil 2 – Der Labrador hat keine Erziehung nötig

Der typische Labrador Charakter macht die Vertreter der Hunderasse sehr leichtführig und einfach zu erziehen, ihr Wesen sorgt für ein sonniges und nicht allzu empfindliches Gemüt.

Das alles bedeutet jedoch nicht, dass beim Labrador auf die Erziehung verzichtet werden kann. Bekommt er keine konsequente Anleitung, wird aus ihm schnell ein, wortwörtlich, gewichtiges Problem.

Vorurteil 3 – Der Labrador ist gemütlich und anspruchslos

Gerade die breiter gebauten Labradore wirken zuweilen sehr gemütlich, der Eindruck täuscht allerdings.

Bekommen die leidenschaftlichen Schwimmer nicht ausreichend Bewegung und Abwechslung geboten, suchen sie sich diese eben selbst.

Das kann wiederum zur Gefahr für die Einrichtung werden, in ernsten Verhaltensproblemen, Übergewicht oder Aggressionen enden. Hat der Hund hierzu noch einen stark ausgeprägten Jagdtrieb, der nicht auf andere Weise befriedigt wird, kann er zur Lebensgefahr für kleinere Tiere werden.
Es reicht also nicht, den Labrador mit einem Spielzeug allein zu lassen und täglich nur zu kleinen Runden um das Haus aufzubrechen.

Vorurteil 4 – Der beste Anfängerhund

Labrador Agility
Der Labrador ist für Agility besonders gut geeignet.

Dieses Vorurteil wird und wurde bereits für zahlreiche Labrador Retriever zum Verhängnis. Weil sie freundlich wirken und viel hinnehmen, fallen Probleme erst spät auf.

Wer sich als Anfänger einen Labrador anschaffen möchte, sollte daher zumindest eine Hundeschule besuchen und Anleitungen für Hundesport in Anspruch nehmen. Besser wäre noch, beispielsweise in einem Verein für Labradore, von erfahrenen Haltern zu lernen.

Vorurteil 5 – Immer (kinder-)lieb
Der typische Labrador Charakter schließt die Liebe zum Menschen und insbesondere zu Kindern ebenso ein, wie das weitgehende Fehlen von Aggression.

Eine Garantie ist das aber nicht. Ebenso wie es Wesensunterschiede gibt, können auch schlechte Erfahrungen mit Kindern oder Menschen im Allgemeinen dafür sorgen, dass der Labrador grundsätzlich nicht freundlich eingestellt ist.


Unterschiede zwischen Labrador Rüde und Hündin

Beim Labrador Wesen gibt es keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Sowohl ein Rüde als auch eine Hündin kann eher ruhig oder eher wild sein. Rüden, vor allem unkastrierte, können einen starken Geschlechtsdrang entwickeln und dadurch durchgehende Vorsicht erfordern.

Bei Hündinnen ist das nur zweimal jährlich während der Läufigkeit der Fall. Dann ist es auch wahrscheinlicher, dass die Erziehung vergessen wird oder Aggressionen auftreten. Das Führen an der Leine und Abstand zu anderen Hunden wird dadurch wichtig.

Bei der Erziehung spielt es keinerlei Rolle, ob Du nun einen Rüden oder eine Hündin an der Leine hast. Charaktereigenschaften lassen sich für die Herren und Damen der Hundewelt nicht pauschalisieren. So gibt es auch dominante Weibchen oder sehr verschmuste Rüden. Erwarte also nicht besondere Charaktereigenschaften, nur weil Du zum Beispiel eine Hündin vor Dir hast.

Bei der Welpenauswahl ist es darum besser, das Bauchgefühl entscheiden zu lassen oder den Züchter nach seiner Einschätzung zu fragen. Er weiß oft am besten, welches Hundekind zurückhaltend und wer der Rowdy im Rudel ist.

Verhaltensänderungen während der Läufigkeit

Die oben genannte Läufigkeit ist immer ein Ausnahmefall. Hündinnen können sich in dieser Zeit eher untypisch verhalten. Anhänglich, abweisend, scheinträchtig, gereizt, rauflustig und ähnliche Wesenszüge treten vielleicht zutage, die Deine Hündin sonst eher nicht zeigt. Am Ende der Hitze wird sie aber wieder ganz die Alte.

Auch Rüden benehmen sich bei einer potenziellen Paarungspartnerin in der Nähe nicht immer so, wie Herrchen oder Frauchen es gewohnt sind. Liebestoll wird gejault oder an der Tür gekratzt. Bietet sich eine Gelegenheit, könnte der unkastrierte Rüde auch versuchen zu entfliehen, um zur Hündin zu gelangen. Einige werden vielleicht richtig depressiv und verweigern ihr Futter.

Verändert eine Kastration den Charakter des Hundes?

Eine Kastration kann das Wesen des Labradors nur bedingt beeinflussen. Sind Aggressionen eines Rüden z.B. sexuell motivierter Natur, so kann die Kastration helfen, dieses Verhalten abzumildern, da die Sexualhormone nicht mehr gebildet werden und der Trieb damit abschwächt wird. Ist der Hund hingegen generell wenig sozialverträglich, wird auch die OP nichts daran ändern, sondern es sollte ein Hundetrainer zurate gezogen werden.


Wie alt werden Labrador Retriever?

Der Labrador wird im Durchschnitt zwischen 10 bis 12 Jahren alt. Damit liegt die Rasse im Mittelfeld, wenn es um die Lebensspanne im Hundereich geht. Natürlich gibt es auch Exemplare, die älter werden.

Du kannst die Lebenserwartung positiv unterstützen, wenn Du auf einige Dinge achtest. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und geistige Auslastung, die Pflege des Hundes und natürlich eine angemessene tiermedizinische Versorgung. Mit Beschwerden ist also frühzeitig ein Arzt aufzusuchen und Impfungen können helfen, den Vierbeiner vor gefährlichen Krankheiten zu schützen.

Leider können Infektionskrankheiten, Parasiten oder auch Erbkrankheiten die Lebenserwartung des Retrievers verkürzen. Um rassetypische Krankheiten weitestgehend auszuschließen, solltest Du einen Welpen nur von einem seriösen Züchter kaufen, dessen Hunde getestet wurden.

Außerdem braucht der Labrador eine Familie um rundum glücklich zu sein.


Der Labrador Retriever im FCI Standard

  • Größe: 56 bis 57 cm für Rüden, 54 bis 56 cm für Hündinnen
  • Gewicht: etwa 35 kg, abhängig von Arbeits- und Showlinie
  • Körperbau: Kräftig aber schlank, kompakt und muskulös
  • Farben: Gelb, Schokoladenbraun, Schwarz
  • Fell: Kurz und hart mit wasserabweisender Unterwolle
  • Charakter: Arbeitswillig, intelligent, aktiv, weder scheu noch aggressiv
  • Arbeits- und Showlinie

Labradore der Arbeitslinie oder Field Trial Linie sind schlanker gebaut und weisen kleinere Köpfe auf.

Sie bringen 25 bis 35 kg auf die Waage und benötigen täglich viel Anspruch und Aufgaben. Zudem sind sie sensibler und im Wesen sanfter, Härte in der Erziehung bekommt ihnen daher nicht.

Die sogenannte Showlinie bringt Labradore mit breiteren Köpfen und Körpern hervor, die 30 bis 40 kg wiegen. Sie sind etwas ruhiger und mit weniger Aktivität zufrieden. Hinzukommt, dass sie psychisch belastbarer sind.

Der Labrador Steckbrief

Labrador Steckbrief
Labrador Steckbrief: Den Labrador gibt es in den Farben Beige, Schokoladenbraun und Schwarz
  • Der Labrador wurde als Jagd– und Jagdbegleithund gezüchtet
  • Leichtführig aber anspruchsvoll bei der Bewegung und Auslastung
  • Neigt bei zu wenig Anspruch zu Übergewicht
  • Idealer Begleiter für aktive Menschen und Familien
  • Deutliche Unterscheidung in die Arbeits- und Showlinie

Der Labrador als Therapiehund

Labrador Retriever Buch
Buch Labrador Retriever: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)

Als Assistenz- und Therapiehund sind Labradore sehr gut geeignet, wenn sie die entsprechende Ausbildung erhalten. Ihre freundliche, offene Art und der gutmütige Labrador Charakter bringt ihnen hier oftmals einen Vorteil. Ihre bloße Anwesenheit kann ausreichen, um die Stimmung aufzuhellen.
Zudem macht es ihre Gelehrigkeit einfach, sie für die Aufgaben zu trainieren.
Der ihnen eigene Lern- und Arbeitswille bringt noch einen zusätzlichen Vorzug: schnelle Erfolgserlebnisse.

Weil sie gefallen möchten (will-to-please) und sich umgehend anpassen, schenken sie viel Selbstvertrauen und ein neues Selbstwertgefühl. Diese Eigenschaften sollten allerdings weder ausgenutzt noch überstrapaziert werden. Denn der Labrador ist zwar belastbar, wird als Therapiehund jedoch durch viele neue Einwirkungen gestresst.

Das fällt meist erst dann auf, wenn es bereits zu aggressivem Verhalten kommt. Daher ist es wichtig, jederzeit auf einen sanften Umgang und ausreichend lange Pausen zwischen den Einsätzen zu achten. Selbst ein gut ausgebildeter und erfahrener Labrador sollte aus diesen Gründen nicht mehr als vier Stunden pro Woche im Einsatz sein.


Erziehung wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung

Die Rasse gilt zwar als anfängerfreundlich und gutmütig, doch eine solide Erziehung ist immer die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben und die Charakterentwicklung des Hundes.

Der Vierbeiner am anderen Ende der Leine kann sein freundliches Wesen und sein Potenzial nur entfalten, wenn Du ihm dabei behilflich bist. Lege darum Wert auf Training, Erziehung und natürlich Beschäftigung. Nur so kann Dein Labrador zufrieden und ausgeglichen sein. Er wird Dich als Rudelführer akzeptieren, gern mit Dir zusammenarbeiten und Kommandos zuverlässig ausführen.

Anfängern ist immer eine Hundeschule ans Herz zu legen, doch auch für erfahrene Halter ist sie eine gute Idee, weil jeder Hund und jede Rasse eine ganz eigene Persönlichkeit hat.

Wichtig ist ein Training ohne Härte und übertriebene Strenge. Der Hund soll Dir vertrauen können und sich bei Dir sicher fühlen. Eine Erziehung, welche mit positiver Verstärkung arbeitet, ist darum ideal.

Auch die liebste Rasse kann bei falscher Erziehung und Haltung zu einem Problemfall werden. Die Unarten sind dann jedoch immer hausgemacht. Meist durch (ungewollte/unbewusste) Fehler in der Erziehung.

Was ist für Dich der typische Labrador? Beschreibe den Labrador Charakter und sein Wesen!

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Katja

    Die Frage ist zwar schon 1 Jahr alt, aber ich antworte mal, da ich das wichtig finde. Wir haben einen Labbi der Showlinie und eine Mischlingshündin (alles drin ?) sowie 2 Hasen und 2 Meerschweinchen. Die Nager leben in Gehegen auf der sehr großen Terrasse. Beide Hunde lassen die Nager zumeist in Ruhe, aber so dann und wann (selten) packt es sie und sie hoppsen an das Gehege und bellen. Kämen sie also dran (ist gut gesichert) wären die Nager bestimmt nicht mehr am Leben. Hunde und Wackelnasen bitte lieber nicht zusammen lassen, geht es in der Regel auch noch so gut, zwischenrein siegt der Jagdtrieb doch mal aus Langeweile o. ä. und dann wäre die Trauer groß. Draußen jagt die Hündin gerne Hasen und der Labbi nicht immer, je nach dem wie lecker das Hasi ausschaut ?

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Katja!

      Ja, das stimmt absolut! Ich würde die Nager auch lieber nicht aus dem Gehege lassen, wenn die Hunde anwesend sind. Auch, wenn bisher nie was passiert wäre. Eine schnelle Bewegung, ein Hops und schon kann so ein Impuls den Jagdtrieb doch auslösen. Selbst, wenn der Hund nur „spielen“ und nicht töten würde, könnte das für Hase oder Meerschweinchen schlecht ausgehen. Allein der Stress kann die Hoppler krank machen oder der Schreck sie umbringen.

      Oftmals ist es aber tatsächlich so, dass zu Hause ein „Burgfrieden“ zwischen Hund und anderen Heimtieren herrscht. Draußen werden allerdings trotzdem gern Hase, Katze und Co gejagt. Ich persönlich würde daheim aber trotzdem nichts riskieren.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Martin

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten.
    Mein Labrador spielt mit unserer Katze und stupst Hasen oder Meerschweinchen nur sanft mit seiner Schnautze an.
    Bei Wildbegegnungen im Wald setzt er sich spontan hin und beobachtet nur.
    Er hat regelmässige Auslastung durch kompetentes Dummytraining und zeigt keinerlei Agression, Grobheit oder Jagdtrieb.
    Neben den charakterlichen Unterschieden ist die Art der Erziehung (gewaltlos und nie laut oder genervt) und die Art der Beschäftigung/Auslastung von Bedeutung.
    Mein Labbi lässt andere Tiere sogar problemlos mit aus seinem Napf fressen.

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Martin!

      Natürlich gibt es solche und solche Hunde. 🙂 Toll, dass es mit Ihrem Labbi so gut funktioniert und harmonisch ist. Da wurde in der Erziehung sicherlich einiges richtig gemacht. Daumen hoch!

      Aber wie Sie schon selbst geschrieben haben: Eine pauschale Antwort gibt es sicherlich nicht. Im Zweifelsfall würde ich immer auf Nummer sicher gehen und zur Sicherheit aller entscheiden. 😉

      Ganz liebe Grüße an Ihr „gemischtes Rudel“,
      Vanessa

  3. Linus Keidel

    Hallo,
    Wir haben eine Katze daheim, welche jedoch bereits 14 Jahre alt ist und dementsprechend sehr ruhig und an sich auch nie auffällig gegenüber anderen Hunden aus der Nachbarschaft. Unsere Überlegung geht jedoch immer wieder in Richtung Hund, weshalb wir auch schon in der Umgebung ein Tierheim aufgesucht haben und ich persönlich mich in einen Labrador-Mix verguckt habe ( https://www.tierheim-alsfeld.de/category/welpen-und-junghunde/ ) . Wäre es also möglich den Hund so zu erziehen (natürlich auch mit Hundeschule), dass er leicht mit unserer Katze zusammen leben könnte? Auslauf, Wasser und andere Dinge gibt es bei uns am Dorf genügend und auch viele schöne Wanderwege. Außerdem hätte ich noch eine Frage: Ist der Hund dafür geeignet auch für mehrere Stunden alleine in der Wohnung zu bleiben oder wäre es besser eine Art „Gehege“ für ihn zu bauen?

    Mit freundlichen Grüßen

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Linus!

      Kann Euch das Tierheim etwas zur Katzenverträglichkeit berichten? Manchmal wird sowas vor Ort getestet. Denn im Tierheim gibt es ja meist auch ein Katzenhaus. Ist der Hund noch jung (Welpe / Junghund) oder schon älter? Wenn er älter ist und absolut keine Katzen mag, könnte es evtl. schwierig werden.
      Vielleicht dürft Ihr den Labrador-Mix auch für einen Schnuppertag mit zu Euch nach Hause nehmen. Viele Tierheime erlauben das, wenn regelmäßige Gassigänger sich ernsthaft für einen Hund interessieren. Einfach mal nachfragen. Ob man Katzenfreundlichkeit gezielt antrainieren kann mit Hundeschule und Co. weiß ich ehrlich gesagt nicht. Bei Welpen läuft das über die Sozialisation. Wenn sie schon früh Katzen kennenlernen, sind sie ihnen gegenüber oft freundlich oder neutral eingestellt. Andererseits gibt es auch Hunde, die noch nie Kontakt zu Samtpfoten hatten und sie trotzdem absolut toll finden. Ich denke, da hilft einfach nur ausprobieren.
      Oh und ich denke für die Katze ist es etwas anderes, ob die Hunde in der Nachbarschaft leben oder plötzlich so ein Exemplar am Kratzbaum auftaucht 🙂
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Hunde eher Respekt vor Katzen haben und sie mit Vorsicht genießen. Es wäre also auch für Eure Katze gut, wenn ein Live-Treffen stattfinden kann. Womöglich ist ja ein Tierheimmitarbeiter bereit, dabei zu sein? Es gibt ja meist eh eine Vorkontrolle.
      Was das Alleinsein betrifft: Dies kann man jedem Hund beibringen. Wichtig wäre, ihn schrittweise daran heranzuführen. Dann kann ein Hund auch mal 5 Stunden allein sein. In Ausnahmefällen auch mehr. Ich denke, in der Wohnung würde der Vierbeiner sich wohler fühlen, als draußen in einem Gehege/Zwinger. Denn in der Wohnung riecht es auch nach seinen Menschen.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

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