Labrador Retriever
Den Labrador Retriever gibt es in drei Farben.

Gut gelaunter Familienhund oder ernstes Arbeitstier? – Der Labrador Retriever

Um den Labrador Charakter ranken sich zahlreiche Vorurteile. Ein gut gelaunter Familienhund mit Liebe zu Kindern und geringen Ansprüchen soll er sein – sagen die einen. Für die anderen ist er ein ernster Arbeitshund, der sich beim Jagen völlig auf seine Aufgabe konzentriert. Und beide Lager haben damit zumindest teilweise recht.

Ja, der Labrador kann er toller Familienhund sein und Kinder lieben – ebenso wird er sich jedoch in einem aktiven Singlehaushalt wohlfühlen. Die Hauptsache ist, seine Fähigkeiten werden gefördert und gefordert. Ein fauler Couchbesetzer ist der Labbi nämlich keinesfalls freiwillig. Ihm übertragenen Aufgaben geht er vor allem mit Spaß nach, das heißt jedoch nicht, dass er sie nicht auch ernst nimmt.


Der Labrador

Der Labrador Retriever - Ein Steckbrief
Der Labrador Retriever – Ein Steckbrief
Weitere Namen Labbi, Labrador, Lab
Größe ♂ Rüde: 56-57 cm
♀ Hündin: 54-56 cm
Gewicht ♂ Rüde: ca. 29-36 kg
♀ Hündin: ca. 25-32 kg
Herkunft/Ursprung Großbritannien
Farbe schwarz, schokoladenbraun, gelb (hellcreme bis fuchsrot), kleiner weißer Brustfleck wird toleriert
Fellbeschaffenheit kurz, dicht und hart mit wetterbeständiger Unterwolle
Lebenserwartung 10 – 14 Jahre
Charakter/Wesen ausgeglichen, freundlich, zutraulich, sanft, kontaktfreudig, eifrig, wasserliebend, weiches Maul, anhänglich
Krankheitsgefährdung Hüftgelenkdysplasie, Osteochondrosis, PRA, Katarakt, Retinadysplasie, Labrador-Myopathie, EIC
FCI FCI Nr:122, Gruppe 8, Sektion 1: Apportierhunde (mit Arbeitsprüfung) Labrador FCI Standard als PDF
Aktivitätsbedarf Der Labrador hat einen großen Aktivitätsbedarf
Futterbedarf Der Labrador hat einen großen Futterbedarf
Fellpflege Der Labrador hat einen geringen Aufwand für Fellpflege
Stadteignung Der Labrador ist für die Stadt nicht so gut geeignet
Labrador Retriever Infografik
Labrador Retriever Infografik mit Größe, Gewicht, Herkunft, Lebenserwartung, Aktivitätsbedarf, Futterbedarf, Fellpflege und Stadteignung

10 Fakten über den Labrador Retriever

10 Fakten über den Labrador Retriever
10 Fakten über den Labrador Retriever
  1. Anerkannte britische Hunderasse
  2. FCI-Gruppe 8: Apportierhunde/Stöberhunde/Wasserhunde, Sektion 1: Apportierhunde mit Arbeitsprüfung, Standard Nr. 122
  3. Ideale Größe Rüde 56-57 cm / Hündin 54-56 cm
  4. Farben: Einfarbig gelb, schwarz oder schokoladenbraun (Weißer kleiner Brustfleck zugelassen). Die Farbe „silber“ ist von der FCI offiziell nicht anerkannt.
  5. Ursprünglich als Jagdhelfer an der Ostküste Kanadas eingesetzt. Holte verlorene Netze und abgetriebene Fische zurück.
  6. Später für die Arbeit „nach dem Schuss“ gezüchtet. Er apportierte Niederwild aus jeglichem Terrain, nachdem es erlegt wurde.
  7. Markenzeichen sind der breite Kopf und die „Otterrute“
  8. Ursprünglich wurde der Labrador als „St. John’s Breed“ oder „St. John’s Hund“ bezeichnet.
  9. Es kam zur Entwicklung von zwei verschiedenen Linien: Der Arbeits– und der Showlinie. Letztere ist gutmütiger, schwerer und kompakter von der Statur und wird auch als klassische Linie betitelt. Die Arbeitslinie (Field-Trial-Linie) hingegen zeichnet sich durch schmalere Köpfe, leichteren Körperbau und mehr Bemuskelung aus.
  10. Die Rasse ist sehr wasseraffin.

Charakter und Wesen des Labradors

Charakter und Wesen des Labradors
Der Labrador ist sehr kinderlieb.

Seinem früheren Einsatz bei der Jagd ist es geschuldet, dass der Labrador Retriever stets aufmerksam ist und einen natürlichen Jagdtrieb besitzt. Dieser sollte von seinen neuen Besitzern am besten in geregelte Bahnen gelenkt werden. Allzu schwer dürfte dies nicht fallen, denn der Labrador legt einen gewissen Arbeitswillen an den Tag und möchte gern gefallen. Er ist noch dazu intelligent und lernfähig, was seine Ausbildung vereinfacht, aber natürlich nicht überflüssig macht.

Das Wesen des Labrador Retrievers ist freundlich sowie anhänglich und er eignet sich als idealer Begleiter für aktive Familien, aber auch Singles mit ausreichend Zeit. Schließlich ist der Labrador sportlich und liebt neue Herausforderungen. Lange und abwechslungsreiche Spaziergänge sind da nur der Anfang. Ein Grundstück mit Garten wäre toll, ersetzt allerdings nicht ausreichend Bewegung, Spiel und Köpfchenarbeit. Da die Rasse sehr wasseraffin ist, wären regelmäßige Ausflüge an See und Co besonders schön. Der Labrador nutzt aber gern auch Pfützen und Tümpel für eine kleine Abkühlung.

Wer mag, kann mit seinem Vierbeiner eine Hundesportart ausüben oder eine Ausbildung absolvieren. Der Labrador ist ein hervorragender Therapie-, Such- oder auch Rettungshund. Dass er weder scheu noch aggressiv ist, kommt ihm dabei sicherlich zu Gute, ebenso wie seine Menschenfreundlichkeit sowie sein zutrauliches und sanftmütiges Wesen.

Seinen Menschen wird er ein loyaler Freund sein und nicht selten wird der eigentliche Arbeitshund als viel geliebter Familienhund gehalten und geschätzt. Die Rasse wird dabei gern als besonders kinderlieb eingestuft, was bei entsprechender Erziehung und Sozialisation auch stimmt. Allerdings kommt kein Hund schon als perfekter Familienbegleiter auf die Welt.

Was ist typisch Labrador Retriever?

  • Er liebt das Wasser
  • Als Wachhund weniger geeignet. Er würde Einbrecher womöglich noch schwanzwedelnd begrüßen.
  • Hohes Bewegungspensum. Braucht viel Auslauf und Beschäftigung.
  • Er haart das ganze Jahr über, und zwar teils so stark, als wäre er lieber als Nackthund geboren worden. Häufiges Bürsten des Hundes, aber auch vermehrtes Staubsaugen und Putzen sind nötig.
  • Der Jagdtrieb ist erfreulicherweise nicht so stark ausgeprägt wie die Freude am Apportieren.
  • Er ist ein intelligenter aber bestechlicher Hund. Mit Hilfe von Leckereien lässt sich der verfressene Labrador gern zur Arbeit bewegen.
  • Hervorragende Eignung zum Therapie- , Spür- oder Rettungshund
  • Er ist freundlich und liebt seine Menschen
Labrador
Der Labrador wird auch gerne zur Jagd eingesetzt.

 

Was ist für Dich am Labrador Retriever so interessant? Was bedeutet diese Hunderasse für Dich? Was ist typisch Labbi? Bitte erzähle von Deinem Verhältnis zum Labrador und hinterlasse einen Kommentar! 🙂

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Wolfgang Riemhofer

    Haben unseren Labbi seit 1 1/2 Jahren und er ist der Mittelpunkt der Familie. Hervorragender Hütehund, der bei ausgedehnten Wanderungen (6-10 km) „seine“ Herde zusammenhält, 2 Erwachsene, 4 Kinder.
    Aber auch zuhause auf seine Mitbewohner (2 Katzen) achtet. Unser „Balu“ ist ein aufmerksamer, braver, verfressener, spielfreudiger, aktiver Familienhund, der uns sehr viel Freude macht, mit seiner Treue & Anhänglichkeit.

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Wolfgang!

      Das klingt nach einem 1A Rassevertreter, der alle Kriterien eines wundervollen Labradors erfüllt 😉
      Schön, dass Euer „Hütehund“ die Familie samt Katzen zusammenhält. Solche Wanderungen sind das Größte für die Hunde 😀 Klasse! Immer mittendrin statt nur dabei.
      Ich wünsche Euch viele tolle Jahre mit Eurem Labbi.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. M.Trzeciak-Scheffler

    Liebe rüstige Rentner,
    suchen sie noch?

    Wenn ja, bitte melden. Ich schicke dann weitere Infos.

    Mein Rüde ist 5 Jahre alt, blond, gross,kräfitg, obgleich sehr edel wirkend, lkastriert, sehr gut soszialisiert, freundlch, klug, lieb. Ich habe ihn als zweimonatigen Welpen übernommen, aufgezogen und kann ihm aus gesundheitlichen Gründen zunehmend nicht mehr geben, was er braucht und gebe ihn nur zu Menschen mit hundeverstand, Zeit und bindungsbefähigung, bei und mit denen er bis zu seinem Tod, d.h. mindestens noch gut zehn Jahre leben darf……

    JA,wir suchen immer noch Frau Strahm!!!!!, leider erst heute in den account gesehen….:-)

  3. M.Trzeciak-Scheffler

    Hallo Frau Strahm,
    obige von Ihnnen und unsere antwort. Ja, wir suchen immer noch..

    mfg aus berlin

    1. LabradorSeite.de

      Hallo M. Trzeciak-Scheffler!

      Die Anzeige von Max ist bereits wieder gelöscht. Vermutlich wurde der Hund bereits vermittelt.

      Tut mir leid.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  4. Alex

    Hallo,
    ich bin Besitzer von zwei schwarzen Labradoren männlich und weiblich beide 4 Jahre alt.
    Bei den Beschreibungen zur Rasse fällt mir meistens auf das der Labrador auf der einen Seite als schlauer Hund beschrieben wird der aber jeden Einbrecher für ein Leckerli rein lässt.
    Meine Hunde leben im Haus mit Garden und sie lassen niemanden auf das Grundstück selbst wenn der Metzger mit einer Ladung Wurst kommen würde.
    Meinen Rüden habe ich seit er 8 Wochen alt ist ,die Hündin war bereits ein Jahr alt. Beide Hunde haben einen starken Schutztrieb obwohl sie aus unterschiedlichen Zuchtlinien stammen, damit will ich nur sagen das die Rassebeschreibung des Labradors in verschiedenen Abhandlungen der ideal Fall seien soll, aber die meisten Labradore die ich kenne sind nicht so.
    Alles in allen ist es für mich die beste Rasse die es gibt, nur sollten Menschen darüber aufgeklärt werden das zwar eine Rasse Eigenschaften besitzt die ihr zugeschrieben werden aber sie nicht immer so sind wie gewünscht.
    Es gibt zu viele Labradore in Not ,weil die Leute nicht mit den „tollen leicht erziehbaren Hund “ zurecht kommen den sie sich auf solcher Rassebeschreibungen folgend zugelegt haben.
    Meine Labradore sind nicht meine ersten Hunde und nicht die einzigen auch ein Kaukase gehört in unser Rudel und da bin ich wieder bei Rassebeschreibungen ,was wird den Kaukasen alles nachgesagt in manchen Bundesländern wird er als Listenhund geführt .
    Unser großer Bär liegt entspannt und ruhig im Haus oder Garden und unser Labradore bewachen das Grundstück.
    Ein Hund ist egal welcher Rasse er angehört ein Tier mit einzigartigen Charaktereigenschaften die so unterschiedlich sind wie bei uns Menschen und wir gehören auch alle einer Rasse an.

    1. LabradorSeite.de

      Hallo Alex!
      Genau so ist es. Jeder Hund ist anders und nur weil vielleicht die meisten Rassevertreter so sind (oder sein sollten), trifft es eben nicht auf alle zu. Es gibt beispielsweise auch Labbis die haben Null Jagdtrieb, gehen nicht gern ins Wasser oder haben keine Freude am Apportieren.
      Wir weisen darum auf unseren Seiten wiederholt darauf hin, dass es teilweise „gefährlich liebe Vorurteile“ gibt. Aussagen wie jeder Labrador ist absolut kinderfreundlich oder die Rasse eignet sich perfekt für Anfänger oder der „Will-to-please“ macht die Erziehung zum Kinderspiel usw. sind immer mit Vorsicht zu genießen.
      Gewisse Wesensmerkmale und Eigenschaften mögen laut Standard erwünscht sein oder sich zum Großteil bei der Rasse manifestiert haben, aber Aufzucht, Erziehung, Umfeld und persönlicher Charakter – all dies formt den Hund.
      Danke für Deinen Kommentar. Ich hoffe, einige Leser nehmen es sich zu Herzen.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  5. Alex

    Hallo Vanessa!

    Danke für die Antwort ich wollte auch keinesfalls eure Seite schlecht Reden oder kritisieren.
    Es ist eben nur so schlimm anzusehen was aus den ganzen Hunden wird die nicht mehr den Vorstellungen ihrer Besitzer zur Rasse genüge tun.
    Liebe Grüße Alex

  6. Erika Csutak

    Guten Tag,
    Wir haben einen blonden Labradorrüden, er heißt Simba, und wurde im August 15 Jahre alt .
    Wir haben ihn als Welpen bekommen und es hat sich herausgestellt, daß er unser „Selenhund“ ist. Lieb, freundlich, brav, gehorsam, mit einer riesigen Portion “ will to please“. Und natürlich wunderschön und für uns die aussergewöhnlichsten, schönsten, tiefsten, glänzendsten Hundeaugen der Welt. Unser Seelentröster.
    Mit 1,5 Jahren fing er an Epilepsieanfälle zu bekommen, die immer schwerer und häufiger wurden. Aber dann haben wir mit der Gabe von Medikamenten begonnen und es wurde langsam-langsam erträglicher.
    Wir haben viele Ausflüge gemacht, ich bin mit ihm zweimal täglich Fahhrad gefahren, sind mit ihm zum Rhein schwimmen gegangen, haben viel gelacht, viel gespielt, viel gekuschelt, gekrault. Ich war Tag und Nacht immer mit ihm zusammen.
    Jetzt ist er sehr alt, fällt ständig um, macht oft sein Geschäft im Haus, sogar in seinem Bettchen oder sogar bei mir auf der Couch. Aber er freut sich immer noch auf jeden Besuch der Familie und wartet jeden Abend pünklich vor dem Tor oder auf der Terrasse darauf, daß sein geliebter Papa von der Arbeit nach Hause kommt. Und er freut sich immer noch unbändig auf sein Fressi.
    Wir sind voller Angst und Schmerz (Ich mit regelrechter Panik), weil wir an die nahende Trennung denken müssen.
    Wir wissen, dass wir nie wieder einen Hund haben möchten oder könnten…
    Keiner könnte unseren Simba ersetzen…

    1. LabradorSeite.de

      Liebe Erika!
      Dein Kommentar ist so schön. Aus jeder Zeile liest man heraus, wie sehr Simba geliebt wird.
      Was für ein tolles Hundeleben! Mit einer Familie, die sich gar nicht mehr vorstellen kann überhaupt je wieder einen Hund zu haben, denn niemand könnte Simba das Wasser reichen. Ein liebevolles Zuhause, viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung (Schwimmen im Rhein- yeah). Eine Familie, die ihm auch bei seiner Krankheit immer treu zur Seite stand und ihn auch jetzt im Alter nicht aufgibt.
      Ich bin sicher, Simba hatte großes Glück mit Euch und seine bisherigen 15 Jahre waren einfach wunderbar. Was kann sich ein Vierbeiner mehr wünschen?
      Es ist allerdings wirklich hart, für die die zurückbleiben und ihn irgendwann bis zur Regenbogenbrücke begleiten müssen. Ich kann Deine Panik gut nachvollziehen. Als Welpe denkt man 12 Jahre sind eine lange Zeit, doch irgendwann wir der eigene Hund grau und alt und einem wird klar, wie kurz die gemeinsame Zeit doch ist. Ihr hattet 15 wunderbare Jahre und ich hoffe, ihr habt noch ein bisschen Zeit vor Euch. Genießt jeden Tag.
      Ich wünsche Euch noch viele schöne Momente und eine tolle Zeit mit Eurem Simba.
      Ganz liebe Grüße,
      Vanessa

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