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George wurde als einzelner Welpe von Wanderern in den Bergen von Nuoro gefunden. Immer mehr Touristen kommen nicht nur, um die herrlichen Strände von Sardinien zu genießen, sondern auch Aktiv-Urlaub erlebt einen Boom.

George hatte daher Glück, denn er wurde von aufmerksamen Menschen bemerkt. Natürlich stellte sich die Frage, wie kommt ein kleiner hilfloser Welpe an einen einsamen Ort? Ohne Wasser, ohne Futter wurde er einfach seinem Schicksal überlassen. Wir gehen davon aus, dass er mit Absicht weit entfernt von einem Ort oder einem Haus ausgesetzt wurde. Was er bis dahin erlebt hat und vor allem warum man ihn ausgesetzt hat, das wissen wir nicht. Es wird für immer eine Frage sein, die wir nicht beantworten können.

Die ersten Tage kam George bei zwei Volontärinnen in Nuoro unter, dort waren wir schockiert von seinem leeren Blick, seiner Abwesenheit, seinem Leid, das ihm widerfahren ist. Er war komplett apathisch, nicht ansprechbar, stand einfach starr in einer Ecke.

Wir wussten, wenn dieser Hund in ein Tierheim gebracht wird, so jung und klein, wird er es nicht schaffen. In einem Canile, eine Nummer unter hunderten Hunden zu sein, ohne menschliche Zuwendung, den stärkeren Hunden ausgesetzt, wird er sich entweder ganz aufgeben oder einer Beißerei zum Opfer fallen.

Georges Schicksal wurde zu seinem Glück - denn auf einer privaten Pflegestelle wurde ein Platz frei. Wir zögerten nicht, den kleinen Kerl umzusetzen, dort lebt er in einem kleinen harmonischen Rudel. Die Volontärin arbeitet als Dog Sitterin, hat sehr viel Erfahrung mit verstörten, verängstigten Hunden.

Mittlerweile hat sich George zu einem lebensbejahenden Welpen entwickelt. Er hat seine Vergangenheit abgelegt und seine grünen Augen leuchten wieder. Er kennt das Alltagsleben im Haus mit anderen Hunden, Autofahrten, Spaziergängen; alles Dinge, die er anderen Welpen, die im Tierheim aufwachsen, voraushat.

Zuerst dachten wir, er ist ein purer Golden Retriever. Mittlerweile wächst ihm aber ein kleiner Bart, sodass wir vermuten, in ihm steckt auch ein bisschen Spinone. Das zeigen auch seine Charaktereigenschaften - denn im Moment kann man sagen, er hat von beiden Rassen das Beste in sich: George ist äußerst sensibel, er sucht die Nähe in seiner Familie. Ganz wichtig ist ihm die Harmonie, da er sehr sanft ist, geht er Stress aus dem Weg. Wird ihm ein Spiel mit anderen Hunden zu wild, dann zieht er sich zurück und sucht seinen Menschen. Trotzdem kann er auch aufdrehen, er ist leicht zu begeistern, fröhlich, lernt schnell.

Im Moment ist George unkompliziert und sehr umgänglich, damit das bleibt, sollte bei seiner Erziehung sehr viel Wert darauf gelegt werden, diesen Charakter zu festigen.

Ganz wichtig ist, dass er von Anfang an lernt, wer die Rudelführer sind, dann wird das Leben mit dem sanftmütigen Kerl ganz sicher harmonisch und er wird seiner neuen Familie ein treuer Begleiter sein. Katzen interessieren ihn im Moment noch nicht, viel spannender sind Menschen aller Art - groß, klein, alt, jung - er rennt zu jedem Menschen hin und holt sich seine Streicheleinheiten.

Sowohl der Retriever als auch der Spinone sind Hunde, die sich in freier Natur am wohlsten fühlen. Daher ist ein Garten Voraussetzung. Ebenso eine sinnvolle Beschäftigung wie Such-/Fährtentraining, sowie eine alters- entsprechende körperliche Auslastung.

Auf unserer Homepage können Sie mehr über den Spinone erfahren.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und George kann nach Deutschland ausreisen.


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